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Praxisnachrichten

Grundpauschale der Rheumatologen für Verordnungen podologischer Therapien erhöht

13.08.2020 - Die Grundpauschale der Rheumatologen wird zum 1. Oktober erhöht. Grund ist der Mehraufwand durch zusätzliche Verordnungen podologischer Therapien infolge der Indikationsausweitung.

Ärzte können auch für Patienten mit krankhaften Schädigungen am Fuß als Folge einer sensiblen oder sensomotorischen Neuropathie oder als Folge eines Querschnittsyndroms eine medizinische Fußpflege verordnen. Zuvor war dies nur beim diabetischen Fußsyndrom möglich.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte dafür die Heilmittel-Richtlinie angepasst und in den Heilmittelkatalog die beiden neuen Diagnosegruppen aufgenommen.

Mit der Indikationsausweitung verordnen auch Rheumatologen öfter podologische Maßnahmen. Der Bewertungsausschuss hat deshalb die Grundpauschalen dieser Fachgruppe um zwei Punkte erhöht: Die Gebührenordnungsposition (GOP) 13691 ist ab Oktober mit 248 Punkten bewertet, die GOP 13692 mit 246 Punkten.

Bei anderen Fachgruppen ist die Verordnung podologischer Therapien sehr selten und in den Grund- beziehungsweise Versichertenpauschalen enthalten.

Praxisinfo stellt das Wichtigste vor

Aufgrund der Neuerungen hat die KBV in einer Praxisinformation zusammengestellt, was Ärzte zur Verordnung einer podologischen Therapie wissen sollten. Vorgestellt wird zum Beispiel, was zur Eingangsdiagnostik gehört und welche Befunde benötigt werden.

Bei den zwei neuen Diagnosegruppen muss beispielsweise einer der folgenden klinischen Befunde einer autonomen Schädigung vorliegen: Hauttrockenheit (An-/Hypohidrose), Veränderung des Haarwachstums (An-/Hypotrichose), Verfärbungen der Haut an oder Ulzerationen in den unteren Extremitäten.

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