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Praxisnachrichten

Test auf DPD-Mangel neue Leistung im EBM

17.09.2020 - Die Testung auf einen Mangel des Enzyms Dihydropyrimidin-Dehydrogenase wird Kassenleistung. Eine entsprechende Änderung des EBM zum 1. Oktober hat der Bewertungsausschuss am Dienstag beschlossen.

Die Untersuchung des Metabolisierungsstatus des Enzyms Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) im Zusammenhang mit der Gabe von fluorouracilhaltigen Arzneimitteln wird als neue Leistung in den EBM aufgenommen. Dazu wird zum 1. Oktober die Gebührenordnungsposition (GOP) 32867 eingeführt, die mit 120 Euro bewertet und zunächst extrabudgetär vergütet wird.

Erhöhtes Risiko für schwere Toxizität

Damit werden die Empfehlungen des Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz der Europäischen Arzneimittelagentur sowie des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte umgesetzt. Beide Institutionen präferieren einen Test auf das Fehlen oder den partiellen Mangel des Enzyms DPD bei Patienten vor Gabe von fluorouracilhaltigen Arzneimitteln oder verwandten Wirkstoffen (Capecitabin und Tegafur), die im Körper in Fluorouracil umgewandelt werden.

Patienten, die unter dem Fehlen oder einem Mangel des DPD-Enzyms leiden, haben ein erhöhtes Risiko für schwere beziehungsweise lebensbedrohliche Toxizität. Fluorouracilhaltige Arzneimittel werden insbesondere in der Krebstherapie eingesetzt.

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