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Neu ab Oktober: Ersatzverfahren bei Kindern ohne eGK

24.09.2020 - Ab 1. Oktober ist bei Kindern, bei denen bis zum vollendeten dritten Lebensmonat noch keine eigene elektronische Gesundheitskarte vorliegt, das Ersatzverfahren anzuwenden.

Damit gibt es bei Kindern ohne elektronische Gesundheitskarte (eGK) nun eine Regelung zur Abrechnung von Leistungen über die ersten zwei Vorsorgeuntersuchungen hinaus sowie für kurative Leistungen jeweils bis zum vollendeten dritten Lebensmonat.

Die erste und zweite Früherkennungsuntersuchung nach der Kinder-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses haben Ärzte bisher über die eGK eines Elternteils abgerechnet, wenn das Kind keine eigene eGK hat. Auch hier ist ab Oktober das Ersatzverfahren anzuwenden, wenn keine eGK des Kindes vorliegt.

Regelung im Bundesmantelvertrag

Im Bundesmantelvertrag-Ärzte werden die dortigen Regelungen zur eGK in Paragraf 19 sowie zur Inanspruchnahme der Früherkennungsmaßnahmen in Paragraf 22 entsprechend erweitert. Die bisherige Anwendung einer elterlichen eGK, die im EBM geregelt war, wird gestrichen. Konkret handelt es sich um die erste Bestimmung zum Abschnitt 1.7.1 EBM. Die Streichung erfolgt mit Wirkung zum 1. Oktober 2020.

Hinweise zum Ersatzverfahren bei Kindern bis zum vollendeten dritten Lebensmonat

Bei Kindern bis zum vollendeten dritten Lebensmonat, für die noch keine elektronische Gesundheitskarte (eGK) der Krankenkasse vorliegt, wenden Vertragsarztpraxen das Ersatzverfahren an. Dazu werden folgende Daten – in der Regel bei einem der Elternteile – erhoben:

  • Bezeichnung der Krankenkasse, bei dem das Kind versichert ist
  • Name und Geburtsdatum des versicherten Kindes
  • Versichertenart
  • Postleitzahl des Wohnorts
  • Nach Möglichkeit die Versichertennummer

Durch eine Unterschrift auf dem Abrechnungsschein (Vordruckmuster 5) ist von einem Elternteil zu bestätigen, dass das Kind gesetzlich krankenversichert ist. Dies gilt nicht für das Vordruckmuster 19 (Notfall-/Vertretungsschein), sofern es im Notfalldienst versendet wird.

Näheres zur eGK und zum Ersatzverfahren hat die KBV auf einer Themenseite zusammengefasst.

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