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KBV: Möglichkeit der telefonischen AU wiedereinführen

30.09.2020 - Die KBV will sich dafür stark machen, dass wieder die Möglichkeit einer telefonischen Arbeitsunfähigkeit geschaffen wird. Neben Fiebersprechstunden und Schwerpunktpraxen sei dies eine Maßnahme, um angesichts der aktuellen Corona-Herausforderungen schneller agieren zu können, sagte der KBV-Vorstandschef Dr. Andreas Gassen heute anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz.

„Es gibt viele Möglichkeiten, die wir einsetzen können“, betonte Gassen und nannte Fiebersprechstunden, Schwerpunktpraxen oder auch eigenständige COVID-19-Einrichtungen. Das Instrument der telefonischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) habe die Praxen bereits im März und April erheblich entlastet. „Wir werden uns im Gemeinsamen Bundesausschuss dafür stark machen, dass wieder die Möglichkeit der telefonischen AU eingeführt wird“, kündigte der stellvertretende Vorstandschef Dr. Stephan Hofmeister an.

Regional entscheiden

Grundsätzlich sollte regional entschieden werden, welche konkreten Maßnahmen eingesetzt werden, um die jeweils passgenaue Lösung zu finden. „Denn die Anforderungen und Behandlungsoptionen in der ländlichen Fläche stellen sich anders dar als in der Großstadt“, sagte Gassen.

Die telefonische AU könne helfen, bei regionalen Fallzahlsteigerungen und Überschneidungen der Symptome der mit Herbst und Winter einhergehenden Erkältungskrankheiten sowie einer eventuellen Grippewelle schneller agieren zu können.

Gassen: „Praxisteams leisten Enormes“

Aktuell werden der KBV zufolge 19 von 20 COVID-19-Patienten ambulant behandelt. „Die Praxen der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen und ihrer Teams der Medizinischen Fachangestellten leisten Enormes. Gemeinsam stehen KBV, Kassenärztliche Vereinigungen und niedergelassene Ärzteschaft bereit, auch die kommenden Wochen und Monate zu meistern“, betonte der Vorstandschef.

„Es ist richtig, dass die Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs gestern beschlossen hat, die Praxen der Hausärzte und Fachärzte zu entlasten. Wir halten es aber für unabdingbar, dass mögliche Versorgungsszenarien auch mit den betroffenen Versorgern besprochen werden. Das gilt insbesondere für die unmittelbare Versorgung vor Ort durch Haus- und Kinderärzte. Nur so werden sie der Lage erfolgreich gerecht werden können. KBV und KVen haben hierzu pragmatische und praxisnahe Vorschläge gemacht“, appellierte Hofmeister.

 

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