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Praxisnachrichten

Neues Serviceheft für Ärzte zu Protonenpumpeninhibitoren

08.10.2020 - Vor dem Hintergrund steigender Verordnungszahlen informiert die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg in einer Broschüre über die rationale Verordnung von Protonenpumpeninhibitoren. Das Serviceheft steht online bereit. 

Der Ratgeber soll eine Alltagshilfe bei der evidenzbasierten Verordnung von Protonenpumpeninhibitoren (PPI) sein, schreiben die Herausgeber in der aktuellen Ausgabe aus der Reihe Verordnungsforum. Einen indikationsgerechten Einsatz und eine optimale Therapiedauer mit PPI halten sie für entscheidend, um einem weiteren Verordnungsanstieg bei diesen Arzneimitteln entgegenzuwirken.

Empfehlungen für indikationsgerechte Verordnung

Auf 32 Seiten stellt die Broschüre die Wirkstoffklasse der PPI vor, beispielsweise welche Wirkstoffe es zurzeit gibt, für welche Indikationen sie zugelassen sind und welche Nebenwirkungen sie aufweisen können.
Ärzte erhalten zudem Empfehlungen für eine indikationsgerechte Verordnung und eine angemessene Therapiedauer von PPI.

Dazu heißt es unter anderem: „Ein prophylaktischer Einsatz eines PPI über mehrere Wochen birgt immer die Gefahr eines Rebounds beim Absetzen: Vermehrte Säuresekretion und gastrointestinale Beschwerden können die Folge eines abrupten Therapieendes sein.“ Eine zu einem festgelegten Zeitpunkt geplante Dosisreduktion könne hier Abhilfe schaffen und den Patienten bereits zu Therapiebeginn auf ein Absetzen des PPI vorbereiten.
 

PPI-Verordnungen auf hohem Niveau

Protonenpumpeninhibitoren (PPI) sind die bedeutsamste Gruppe der Magen-Darm-Mittel. Laut dem aktuellen Arzneiverordnungs-Report des wissenschaftlichen Instituts der AOK waren die Verordnungen von PPI im Jahr 2019 ungefähr auf dem Niveau von 2018, aber immer noch 70 Prozent höher als vor zehn Jahren. Danach betrug das Verordnungsvolumen 2019 etwa 3,65 Milliarden Tagesdosen.
 

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