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Praxisnachrichten

Zur Kommentierung: VersorgungsLeitlinie COPD

15.10.2020 - Der erste Teil der Nationalen VersorgungsLeitlinie COPD steht ab sofort zu Kommentierung im Internet bereit.  Interessierte und Wissenschaftler sind bis zum 19. November eingeladen, die Leitlinie kritisch zu begutachten und dem Redaktionsteam ihre Kommentare zu senden.

Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) zur chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) wird seit 2017 kapitelweise aktualisiert. Jetzt stehen die Themen „Definition und Epidemiologie“, „Diagnostik und Monitoring“, „Tabakentwöhnung“, „Nicht-medikamentöse Therapie“, „Medikamentöse Therapie“, „Medizinische Rehabilitation“ und „Versorgungskoordination“ an. 

Neue Empfehlungen

Zu neuen Empfehlungen gehören unter anderem die Verwendung von alters- und geschlechtsadjustierten Grenzwerten bei der Spirometrie. Diese reduzieren das Risiko von Über- und Unterdiagnosen. 

Da die Tabakentwöhnung bei COPD-Patienten einen hohen Stellenwert hat, widmet die Leitlinie diesem Thema ein eigenes Kapitel. Dieses wurde in enger Zusammenarbeit mit den Leitliniengruppen der S3-Leitlinien „Tabakentwöhnung bei COPD“ sowie „Screening, Diagnostik und Behandlung des schädlichen und abhängigen Tabakkonsums“ erarbeitet.

Im Kapitel nicht-medikamentöse Therapie betonen die Autoren, dass alle Patient mit COPD in jedem Krankheitsstadium von einem angepassten körperlichen Training profitieren. Die medikamentöse Langzeittherapie wird in zwei Behandlungspfade eingeteilt, je nachdem, ob die Schwere der Hauptsymptome oder eine plötzliche Verschlechterung im Vordergrund steht. 

Kommentare bis 19. November abgeben

Die Ergebnisse der über zweijährigen Arbeit der Leitliniengruppe können nunmehr Interessierte und Experten bis zum 19. November begutachten. Die eingegangenen Vorschläge werden von dem Expertenkreis geprüft und es wird über deren Berücksichtigung entschieden. Alle Kommentare und deren Bewertung werden im Leitlinienreport veröffentlicht.

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer, KBV und Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mit der Durchführung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) beauftragt.

Zu ausgewählten Krankheitsbildern arbeiten Experten verschiedener Organisationen zusammen, um in der strukturierten Versorgung chronisch kranker Menschen die angemessene und evidenzbasierte Patientenversorgung darzustellen.

So geben Sie Ihren Kommentar ab

Interessierte, Expertinnen und Experten können die Konsultationsfassung der Leitlinie kostenfrei herunterladen und bis zum 19. November 2020 kommentieren sowie Änderungen und Ergänzungen vorschlagen (per E-Mail an: nvl@azq.de). Für die Rückmeldung ist ausschließlich der Kommentierungsbogen zu nutzen.

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