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Praxisnachrichten

Corona-Warn-App: Abrechnung nur nach Testverordnung

20.11.2020 - Tests bei symptomfreien Personen mit Warnung durch die Corona-App werden ab 1. Januar ausschließlich nach der Testverordnung abgerechnet. Eine Abrechnung nach EBM ist dann nicht mehr möglich. Das hat der Bewertungsausschuss festgelegt.

Hintergrund ist, dass die geänderte Testverordnung (TestV) des Bundesgesundheitsministeriums vom 15. Oktober vorsieht, dass sich Personen mit einer App-Warnung auch direkt an einen Vertragsarzt zur Testung wenden können. Damit ist die Regelung im EBM nicht mehr erforderlich.

App-Warnung und Symptome: Abrechnung nach EBM

Die Testverordnung regelt, in welchen Fällen die Kosten für eine Testung übernommen werden, wenn keine Symptome vorliegen. Dazu gehören beispielsweise Kontaktpersonen und Reiserückkehrer sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen, die sich präventiv testen lassen können.

Aber: Hat die betreffende Person Symptome einer COVID-19-Erkrankung, handelt es sich um einen kurativen Fall und die Abrechnung erfolgt nach EBM. Das betrifft auch Personen, deren Corona-Warn-App den Hinweis „Erhöhtes Risiko“ anzeigt.

Generell gilt: Tests bei Personen mit Symptomatik werden nach EBM abgerechnet, Tests bei Personen ohne Symptomatik nach der TestV.

Die KBV stellt alle Details rund um die Testung und Abrechnung auf ihrer Themenseite im Internet dar.

Corona-Warn-App: Details der EBM-Anpassungen

Durch den Wegfall der Abrechnungsmöglichkeit von Tests über den EBM werden zum Jahresende folgende EBM-Anpassungen vorgenommen: Der Verweis auf die Corona-Warn-App in der GOP 02402 wird gestrichen. Außerdem werden folgende Leistungen im EBM gestrichen:

  • GOP 32811 (Nukleinsäurenachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2 aufgrund einer Warnung durch die Corona-Warn-App),
  • GOP 12221 (Zuschlag zur GOP 32811 für Fachärzte für Laboratoriumsmedizin und andere) und
  • Kostenpauschale 40101 (Zuschlag zur GOP 32811 bei Probeneinsendung für Versandmaterial, Versandgefäße usw.).

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