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Honorarberichte für das zweite Halbjahr 2018 erschienen

03.12.2020 - Die Honorarumsätze der Vertragsärzte und -psychotherapeuten sind in der zweiten Jahreshälfte 2018 im Bundesdurchschnitt leicht gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal war im dritten Quartal ein Plus von 0,2 Prozent zu verzeichnen, im vierten Quartal 1,4 Prozent. Dies zeigen die kürzlich veröffentlichten Honorarberichte der KBV.

Mehr Ärzte, weniger Behandlungsfälle

Im dritten Quartal sank durch eine Zunahme der Ärzteanzahl (1,7 Prozent) und einem Rückgang der Behandlungsfälle (0,9 Prozent) die Behandlungsfallzahl je Arzt um 2,6 Prozent. Der Honorarumsatz je Behandlungsfall stieg um 2,8 Prozent.

Im letzten Quartal zeigt sich ein ähnliches Bild: Hier sank die Behandlungsfallzahl je Arzt im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,9 Prozent. Grund dafür ist die Zunahme der Anzahl der Ärzte um 1,7 Prozent bei gleichzeitigem Anstieg der Behandlungsfälle um nur 0,8 Prozent. Pro Behandlungsfall vergrößerte sich der Honorarumsatz um 2,3 Prozent.

Jahresrückblick 2018

Mit dem Honorarbericht für das vierte Quartal bietet die KBV zudem die Möglichkeit, die Entwicklung für das gesamte Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr zu betrachten. Insgesamt stieg der Honorarumsatz je Arzt im Vergleich zu 2017 um 1,2 Prozent. Je Behandlungsfall ergibt das eine Steigerung des Honorarumsatzes um 2,2 Prozent. Bei den Hausärzten erhöhte sich der Honorarumsatz je Arzt um 2,6 Prozent, bei den Fachärzten um 0,4 Prozent.

Honorarumsatz aus vertragsärztlicher Tätigkeit

Der Honorarumsatz wird häufig mit dem Einkommen der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten verwechselt. Der Honorarumsatz ist die Zahlung an den Arzt oder Psychotherapeuten für den Betrieb der Praxis und die Versorgung der Patienten. Der Umsatz ist nicht mit dem Nettoeinkommen gleichzusetzen.

Das Nettoeinkommen, also das Geld, das der Arzt/Psychotherapeut für seine Arbeit bekommt, beträgt durchschnittlich nur 25,5 Prozent des Honorarumsatzes. Aus den anderen 74,5 Prozent des Honorarumsatzes finanziert er

  • Praxiskosten, zum Beispiel für Personal, Miete, Energie und Versicherungen, medizinische Geräte. Diese Betriebsausgaben sind je nach Fachgruppe unterschiedlich hoch. Sie betragen im Durchschnitt über alle Gruppen 48,1 Prozent des Honorarumsatzes.
  • Steuerzahlungen (16,3 Prozent)
  • berufsständische Altersversorgung (7,3 Prozent)
  • Aufwendungen für Kranken- und Pflegeversicherungen (2,9 Prozent)

Erst nach Abzug aller Kosten erhält man das Nettoeinkommen, das dem Arzt/Psychotherapeuten persönlich zur Verfügung steht.

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