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Praxisnachrichten

Ambulante spezialfachärztliche Versorgung: Telefonische Beratung ab sofort wieder möglich

04.12.2020 - Auch für Patienten in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung ist die telefonische Betreuung wieder umfassender berechnungsfähig. Dazu wurden analog zur vertragsärztlichen Versorgung die Möglichkeiten zur Konsultation per Telefon während der Corona-Pandemie für alle Fachgruppen ausgeweitet.

Die KBV hatte mit den Krankenkassen im Bewertungsausschuss einen entsprechenden Beschluss gefasst und damit ab 2. November eine Sonderregelung aktiviert, die im zweiten Quartal 2020 schon einmal galt. Sie ist vorerst bis Ende des Jahres befristet.

Der Gemeinsame Bundesausschuss ist jetzt diesem Beschluss gefolgt und hat den Behandlungsumfang für die erkrankungsspezifischen Anlagen der ASV-Richtlinie erneut um die Gebührenordnungspositionen (GOP) 01433 (154 Punkte/16,92 Euro) und 01434 (65 Punkte/7,14 Euro) ergänzt. Die Sonderregelung gilt ebenfalls rückwirkend ab dem 2. November und zunächst bis Jahresende.

Dabei gibt es auch in der ASV unterschiedlich hohe „Telefon-Kontingente“ für die einzelnen Fachgruppen – die Umsetzung erfolgt analog zum EBM.

Nur bei bekannten Patienten

Die Telefonkonsultation ist nur bei bekannten Patienten möglich. „Bekannt“ heißt: Der Patient war in den zurückliegenden sechs Quartalen, die dem Quartal der Konsultation vorausgehen, wenigstens einmal in der Praxis.

Abrechnung und Vergütung

Die Abrechnung erfolgt je nach Fachgruppe über die Gebührenordnungsposition (GOP) 01433 (154 Punkte/17,13 Euro) oder die GOP 01434 (65 Punkte/7,23 Euro). Die entsprechende Zuordnung findet sich im jeweiligen Appendix.

  • Nur Telefon: Die Telefonkonsultation ist vor allem für Patienten gedacht, die nicht in die Praxis kommen können. Die neue GOP wird in diesem Fall als Zuschlag zur GOP 01435 (telefonische Beratung eines Patienten im Krankheitsfall) gezahlt.
  • Telefon und Sprechstunde: Psychotherapeuten und Ärzte einiger Fachrichtungen, zum Beispiel Psychiater, Neurologen, Kinder- und Jugendärzte, können die GOP 01433 bzw. 01434 auch abrechnen, wenn der Patient in dem Quartal in die Sprechstunde (oder Videosprechstunde) kommt. Dann erhalten sie die telefonische Konsultation zusätzlich zur Grund- oder Versichertenpauschale vergütet. Die GOP 01435 ist in diesem Fall nicht abrechenbar.

Kein Einlesen der eGK: Finden in dem Quartal ausschließlich telefonische Konsultationen statt, muss die elektronische Gesundheitskarte (eGK) nicht eingelesen werden. In diesem Fall übernimmt die Praxis die Versichertendaten für die Abrechnung aus der Akte des Patienten.

Es gibt vier unterschiedliche Gesprächskontingente. Welche Fachgruppen wie viele Minuten pro Patient zur Verfügung hat und wie abgerechnet wird, fasst eine Praxisinformation der KBV zusammen. Es sind dieselben Kontingente wie in den Quartalen, als diese Sonderregelung schon einmal galt.

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