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Praxisnachrichten

Bewertungsverfahren zur Therapie bei Menorrhagie eingeleitet

10.12.2020 - Für eine neue Therapie zur Verringerung von starken Menstruationsbeschwerden hat der Gemeinsame Bundesauschuss ein Bewertungsverfahren eingeleitet. Dabei handelt es sich um die Hochfrequenz-Ablation des Endometriums mittels Netzelektrode. Bis zum 7. Januar 2021 können nunmehr medizinische Sachverständige ihre Einschätzung dazu abgeben.

Die zu bewertende Methode ist ein organerhaltendes Thermoablationsverfahren bei zu starker oder zu häufiger Regelblutung (Menorrhagie). Die dabei in die Gebärmutter eingeführte Goldnetzelektrode gibt einen hochfrequenten Strom ab, der das Gewebe großflächig verödet. 

Einschätzung von Sachverständigen gefragt

Mit der jetzigen Bekanntmachung im Bundesanzeiger haben nun Sachverständige aus Wissenschaft und Praxis Gelegenheit, durch Beantwortung eines Fragebogens eine erste Einschätzung zu der neuen Therapie abzugeben. 

Die Fragebögen sowie weitere Erläuterungen finden sich hier. Bis zum 7. Januar können die Einschätzungen per E-Mail direkt an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) versandt werden. 

Bereits aussagekräftige Studien

Ein Medizinproduktehersteller hatte einen Antrag auf Durchführung einer Erprobung der Hochfrequenz-Ablation des Endometriums mittels Netzelektrode gestellt. Die damit eingereichten Studien waren aber bereits so aussagekräftig, dass der G-BA davon ausgeht, dass der Nutzen der Methode als belegt anzusehen ist. 
Erprobungsstudien führt der G-BA durch, um die Datengrundlage für die abschließende Bewertung des Nutzens einer Methode zu schaffen. Da angesichts der vorliegenden Studien die Durchführung einer Erprobung nicht mehr erforderlich ist, hat der G-BA sogleich das Verfahren zur Bewertung der Methode eingeleitet. 

In dem Methodenbewertungsverfahren wird das vorläufige Ergebnis überprüft und dann eine Entscheidung über die Aufnahme in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen getroffen.

G-BA überprüft neue Therapien 

Der G-BA überprüft für die vertragsärztliche Versorgung neue Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden daraufhin, ob der diagnostische oder therapeutische Nutzen, die medizinische Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit nach dem jeweiligen Stand der Wissenschaft als erfüllt angesehen werden können.
 

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