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Praxisnachrichten

Abgabe von FFP2-Masken durch Apotheken beginnt

15.12.2020 - Um Ansteckungsrisiken mit dem Coronavirus in besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen zu reduzieren, erhalten Risikopatienten ab heute erste kostenfreie FFP2-Masken. Die Abgabe erfolgt durch die Apotheken.

Grundlage bildet die Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums, die am Dienstag in Kraft getreten ist. Anspruch haben demnach gesetzlich Versicherte, die das 60. Lebensjahr vollendet haben oder bei denen eine bestimmte Erkrankung beziehungsweise ein bestimmter Risikofaktor vorliegt (siehe Infokasten).

In der Apotheke: Personalausweis oder Eigenauskunft

Um noch in diesem Jahr möglichst viele Risikopatienten mit den Schutzmasken auszustatten, erfolgt die Abgabe der ersten drei Masken pro Person in einem vereinfachten Verfahren. Demnach legen über 60-Jährige in der Apotheke ihren Personalausweis vor, Jüngere mit Vorerkrankungen geben eine sogenannte Eigenauskunft. Dies kann durch eine Eigenerklärung erfolgen, die zu unterschreiben ist.

Ab Januar: Bescheinigung der Krankenkasse

Ab Januar können Risikopatienten weitere zwölf Schutzmasken bekommen. Für den Bezug erhalten sie von ihrer Krankenkasse eine Bescheinigung, die sie in der Apotheke vorlegen.

Die Eigenbeteiligung beträgt zwei Euro je sechs Masken. Versicherten zahlen diesen Betrag, wie bei der Zuzahlung für Arzneimittel, direkt in der Apotheke.

Apotheken warnen vor Ansturm

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände e.V. appelliert an die Patienten, nicht alle sofort in die Apotheken zu kommen. Es könnten nicht alle Berechtigten an einem Tag versorgt werden, zumal die benötigten Masken erst nach und nach in die Apotheken geliefert würden. Die Patienten hätten Zeit bis 6. Januar, sich die Masken abzuholen. Die Apotheken blieben auch im Lockdown geöffnet.

Diese Versicherten haben Anspruch auf FFP-2-Schutzmasken

  • Versicherte, die das 60. Lebensjahr vollendet haben
  • Versicherte mit folgenden Erkrankungen oder Risikofaktoren:
    • chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale
    • chronische Herzinsuffizienz
    • chronische Niereninsuffizienz Stadium ≥ 4
    • Demenz oder Schlaganfall
    • Diabetes mellitus Typ 2
    • aktive, fortschreitende oder metastasierte Krebserkrankung oder stattfindende Chemo- oder Radiotherapie, welche die Immunabwehr beeinträchtigen kann
    • stattgefundene Organ- oder Stammzellentransplantation
    • Trisomie 21
    • Risikoschwangerschaft

Quelle: Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums „Verordnung zum Anspruch auf Schutzmasken zur Vermeidung einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung – SchutzmV)“, Stand 13. Dezember 2020

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