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Praxisnachrichten

Kontrolluntersuchungen und Schulungen für chronisch Kranke können bis zum Ende der epidemischen Lage ausgesetzt werden

18.12.2020 - Zur Vermeidung einer Ansteckung mit COVID-19 gibt es in den Disease-Management-Programmen für chronisch Kranke weiterhin eine Sonderregelung. Die vorgeschriebenen quartalsbezogenen Kontrolluntersuchungen in den DMP dürfen ausfallen, wenn es medizinisch vertretbar ist. Auch Schulungen können verschoben werden.

Diese Sonderregelung galt bereits für das Jahr 2020 und wurde gestern vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) angesichts der weiter andauernden Coronavirus-Pandemie verlängert.

Die Regelung gilt auf unbestimmte Dauer, und zwar solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt.

Keine Dokumentationspflicht

DMP-Dokumentationen und Schulungen können und sollten auch in dieser Zeit weiterhin von den Praxen erbracht werden. Wird jedoch das Risiko einer Infektion durch die persönliche Konsultation als zu hoch eingeschätzt, werden die Versicherten bei fehlenden Dokumentationen beziehungsweise Schulungsteilnahmen nicht aus den DMP ausgeschrieben.

Das Risiko einer Infektion muss individuell gegen das Risiko einer nicht durchgeführten DMP-Untersuchung abgewogen werden.

Die DMP-Vergütung erfolgt allerdings nur bei fristgerechter Dokumentation beziehungsweise durchgeführter Schulung. Koordinierende Ärzte können somit selbst entscheiden, was für ihre Patientinnen und Patienten in der aktuellen Situation am besten ist.

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