Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Praxisnachrichten

Hochdosierter Grippeimpfstoff für ältere Versicherte

21.01.2021 - Gesetzlich Krankenversicherte ab einem Alter von 60 Jahren sollen sich in der kommenden Impfsaison 2021/2022 mit einem Hochdosis-Impfstoff gegen die saisonale Influenza impfen lassen können. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss heute beschlossen. Voraussetzung ist eine Zulassungserweiterung für den bislang erst ab einem Alter von 65 Jahren zugelassenen hochdosiertem Impfstoff.

Im Vergleich zu „normalen“ Influenza-Impfstoffen enthält der inaktivierten, quadrivalenten Hochdosis-Impfstoff die vierfache Antigenmenge. Ältere Menschen sprechen in der Regel auf Influenza-Impfstoffe nicht so gut an wie jüngere, da das Immunsystem mit zunehmenden Alter schwächer wird. Die erhöhte Antigenmenge soll bei dieser Personengruppe eine verbesserte Immunantwort bewirken.

Umsetzung der STIKO-Empfehlung

Mit der beschlossenen Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie folgt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO). Diese hatte sich im November dafür ausgesprochen, auch Personen ab 60 Jahren mit einem inaktivierten, quadrivalenten Hochdosis-Impfstoff mit aktueller von der Weltgesundheitsorganisation empfohlener Antigenkombination gegen die saisonale Influenza zu impfen.

Solange Hochdosis-Impfstoffe für die Altersgruppe 60 bis 64 Jahre nicht zugelassen sind, empfiehlt die STIKO weiterhin inaktivierte, quadrivalente Influenza-Impfstoffe (unabhängig vom Impfstofftyp).

Bisher ein Hochdosis-Grippeimpfstoff zugelassen

In Deutschland ist aktuell erst ein hochdosierter Grippeimpfstoff verfügbar (Efluelda®, in USA: Fluzone High-Dose Quadrivalent). Dieser ist bislang für Erwachsene ab 65 Jahren zugelassen. Allerdings wird eine Zulassungserweiterung für Personen ab 60 Jahren erwartet.

Der Beschluss des G-BA liegt dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vor. Wird er nicht beanstandet, tritt er nach seiner Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 1. April 2021 in Kraft.

Mehr zum Thema

zu den PraxisNachrichten