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Praxisnachrichten

Weitere Arztpraxen für Studie zum digitalen Monitoring von Infektpatienten gesucht

28.01.2021 - An der bereits laufenden Studie zum digitalen Monitoring von Infektpatienten in der ambulanten Versorgung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung können noch weitere Arztpraxen teilnehmen. Damit soll die Entwicklung und Nutzung digitaler Tools unterstützt werden, mit der die Ansteckungsrisiken für Patienten sowie für medizinisches Personal reduziert werden können.

Die noch bis zum Frühjahr laufende Studie zum Remote Patient Monitoring (RPM) gewinnt angesichts der COVID‐19‐Pandemie und des saisonalen Anstiegs von Atemwegsinfekten an Bedeutung.

Systeme in Praxen gut angelaufen

Erste Eindrücke der Ärzte bestätigten „eine einwandfreie Funktion der Technik und eine hervorragende Zusammenarbeit mit den Anbietern der beiden ausgewählten RPM-Systeme“, resümiert der Vorstandsvorsitzende des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), Dr. Dominik von Stillfried.

Die Systeme seien gut in den Praxen angelaufen und würden von Personal und Patienten angenommen. Durch die Teilnahme von mehr Praxen würden die Ergebnisse der Studie noch aussagekräftiger.
Derzeit beteiligen sich 33 Praxen. Weitere Interessenten können sich bei der Projektkoordinatorin Dr. Sarah Eichler unter seichler@zi.de melden.

Vergleich von Home‐Monitoring‐Lösungen

Mit der Studie wird dem Zi zufolge geprüft, inwieweit telemedizinische Home‐Monitoring‐Lösungen geeignet sind, Infektpatienten in ihrer Häuslichkeit zu behandeln und so unter anderem Infektionsketten zu unterbrechen.

Welches System gegenüber der sonst üblichen telefonischen Betreuung wirklich Zeit spare oder die Betreuungsqualität verbessere, sei bisher noch nicht bekannt. Deshalb werden in der Studie derzeit zwei digitale RPM-Lösungen miteinander und mit der bisher praktizierten Versorgung von Infektpatienten verglichen.

 

Remote Patient Monitoring (RPM)

RPM‐Tools sind nach dem Verständnis des Zi digitale Werkzeuge, die ein effizientes und sichereres Patientenmanagement bei einer Fernbehandlung unterstützen. Sie sollen dem behandelnden Arzt ermöglichen, die bei Akuterkrankungen gebotene höhere Informationsdichte relevanter Parameter und Informationen in kürzerer Zeit zu erfassen und zu befunden, als es bei einem Praxisbesuch oder Anruf möglich wäre.

Mit den Tools können zudem kontinuierlich Parameter wie die Körpertemperatur erfasst und die zeitliche Entwicklung im Zustand des Patienten sichtbar gemacht werden. Ferner sollen sie dem Patienten ein Feedback geben, dass übermittelte Informationen gesichtet wurden, sodass er sich sicher betreut fühlen kann. RPM‐Tools ersetzen aber  keine Arzt‐Patienten‐Kontakte, sondern dienen der Unterstützung der ärztlichen Behandlung.

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