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Appell: Zugelassene Impfstoffe sind wirksam und sollten genutzt werden

18.02.2021 - In einer gemeinsamen Erklärung haben ärztliche Verbände und Organisationen an prioritär impfberechtigtes medizinisches und pflegerisches Personal appelliert, die Coronavirus-Schutzimpfung zu nutzen. Zugleich weisen sie auf die Sicherheit der zugelassenen Impfstoffe hin.

Die in der Impfverordnung vorgesehene Priorisierung habe das Ziel, rasch diejenigen vor schwerer COVID-19-Erkrankung zu schützen, die aufgrund ihres Alters oder ihrer beruflichen Tätigkeit in der Altenpflege und in Krankenhäusern besonders gefährdet seien, heißt es in der Erklärung. Diese Strategie werde von den Unterzeichnern unterstützt, „weil dadurch die hohe Anzahl schwerer Krankheitsverläufe und Sterbefälle schneller gesenkt werden kann“. 

Das Gleiche müsse aber auch für Praxen gelten, sagte der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister den PraxisNachrichten. „Die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte sowie deren Mitarbeitende stehen in der Patientenversorgung tagtäglich an vorderster Front.“ Auch ihnen müsse es möglich sein, sich prioritär impfen zu lassen. 

Alle drei Impfstoffe dienen der Pandemie-Bekämpfung

Die Unterzeichner, zu denen neben der Bundesärztekammer auch die KBV gehört, weisen darauf hin, dass für jeden zugelassenen COVID-19-Impfstoff „Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit in klinischen Prüfungen nachgewiesen und ein günstiges Nutzen/Risiko-Profil bescheinigt werden müssen.“

Die derzeit in Deutschland verfügbaren Impfstoffe von Astrazeneca, Biontech/Pfizer und Moderna hätten diese Prüfung durchlaufen und würden für die bislang „in Deutschland dominierenden Virusvarianten als geeignet zum Individual¬schutz und zur Bekämpfung der Pandemie angesehen“. Durch die Impfungen könnten schwere Krankheitsverläufe und Krankenhausaufenthalte vermieden werden.

Angesichts der Virusmutanten drängt die Zeit

„Wir werben deshalb mit Nachdruck dafür, dass alle prioritär impfberechtigten Beschäftigten in der ambulanten und stationären Versorgung jetzt die Chance der Impfung gegen SARS-CoV-2 ergreifen.“ Jede Impfung sei auch ein Beitrag zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit des stark belasteten Gesundheitswesens. Angesichts der Zunahme von Virusmutanten auch in Deutschland dränge die Zeit.

Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören neben der Bundesärztekammer und der KBV der Hartmannbund, der Virchow Bund, der Marburger Bund, die Gesellschaft für Virologie e.V., die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), die Deutsche Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin e.V. (DGINA) und die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN).
 

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