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Videosprechstunde: Neue Zertifizierungsregelung für Anbieter von Videodiensten

18.03.2021 - Die veränderten Zertifizierungsregelungen für die Anbieter von Videodiensten, die Praxen für Videosprechstunden nutzen können, treten in Kürze am 20. März in Kraft. Diese Regelungen haben für die Praxen zunächst jedoch keine Auswirkungen. KBV und GKV-Spitzenverband haben mit den zuständigen Behörden Übergangsregelungen für die Videodienstanbieter vereinbart.

Danach können Vertragsärzte und -psychotherapeuten bis 19. Juli 2021 auch solche Videodienstanbieter weiterhin nutzen, die die Re-Zertifizierung nicht rechtzeitig schaffen. Dies gilt auch für jene, deren Nachweise derzeit ablaufen oder bereits abgelaufen sind. Die Videodienstanbieter müssen sich jedoch zeitnah nach den neuen Anforderungen rezertifizieren lassen, um nach Ablauf der Übergangsregelung weiter genutzt werden zu können.

Hintergrund der neuen Zertifizierungsregelung ist, dass die bisher bestehenden Anforderungen in der technischen Vereinbarung zur Videosprechstunde in der Fassung vom 1. Juli 2020 aufgrund von Unklarheiten und praktischen Schwierigkeiten bei der Durchführung des Zertifizierungsverfahrens angepasst werden mussten. Dabei geht es um Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit, die durch unabhängige Zertifizierungsstellen geprüft werden. 

KBV und GKV-Spitzenverband haben nunmehr in Abstimmung mit der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH und weiteren zuständigen Behörden neben einigen Präzisierungen auch Übergangsregelungen für die Videodienstanbieter vereinbart.

Neu: Aufzeichnungen aus der Videosprechstunde möglich

Neu in der geänderten Regelung ist, dass Vertragsärzte und -psychotherapeuten Ton- und Bildaufzeichnungen aus der Videosprechstunde heraus anfertigen dürfen, sofern beide Seiten damit einverstanden sind. Dies kann zum Beispiel für die Dokumentation der Videobehandlung sinnvoll und hilfreich sein.
 

Übergangsregelungen im Detail

KBV und GKV-Spitzenverband haben in Abstimmung mit der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) und weiteren zuständigen Behörden Folgendes vereinbart:

  • Nachweise der Videodienstanbieter, die im laufenden Quartal enden, werden grundsätzlich bis Quartalsende anerkannt 
  • Videodienstanbieter, deren Zertifikate in der Zeit von Oktober 2020 bis 19. Juli 2021 (vier Monate nach Inkrafttreten der geänderten Vereinbarung) ablaufen, bleiben weiterhin den Verzeichnissen der vertragsärztlich nutzbaren Dienste gelistet, wenn sie in dieser Zeit gegenüber dem GKV-Spitzenverband und der KBV erklären, dass die bisherigen Anforderungen an IT-Sicherheit und Datenschutz weiterhin einhalten 
  • bis zum 31. Dezember 2021 sind für Videodienstanbieter auch solche Zertifikate anerkennungsfähig, bei denen sich die Zertifizierungsstelle noch im laufenden Akkreditierungsverfahren für das Zertifikat befindet

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