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KBV und PEI appellieren: Grippeimpfstoffe umgehend bestellen

18.03.2021 - Ärzte, die noch keine Grippeimpfstoffe für die Saison 2021/2022 bestellt haben, sollten dies möglichst umgehend tun. Anderenfalls besteht aus Sicht der KBV das Risiko, dass die Vakzine nicht in vollem Umfang oder nicht rechtzeitig zu Beginn der Impfsaison im Herbst geliefert würden.

Auch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ruft Ärzte und Apotheker zur zeitnahen Bestellung von Grippeimpfstoff auf. Der Bestellprozess für die kommende Influenzasaison müsse im März abgeschlossen sein, heißt es in einer Pressemitteilung des PEI. Idealerweise solle die Order des „normalen“ Impfstoffs bis 20. März und für den Hochdosis-Impfstoff vor dem 31. März abgeschlossen sein.

Für über 60-Jährige auch Hochdosis-Impfstoff verfügbar

Neben allen verfügbaren tetravalenten Impfstoffen kann für die kommende Saison erstmals auch ein Hochdosis-Grippeimpfstoff bestellt werden. Der Hochdosis-Grippeimpfstoff Efluelda® ist in Deutschland verfügbar und für die Impfung von Personen ab 60 Jahren zugelassen.

Der Gesetzgeber hat jetzt auch klargestellt, dass Versicherte ab 60 Jahren diesen hochdosierten oder auch einen herkömmlichen inaktivierten, quadrivalenten Influenza‐Impfstoff erhalten können. Es wurde auch geregelt, dass der Hochdosis-Impfstoff – trotz der deutlich höheren Kosten – als wirtschaftlich gilt. 

Im Vergleich zu „normalen“ Influenzaimpfstoffen enthält dieser die vierfache Antigenmenge, die eine verbesserte Immunantwort bewirken soll.  Die Stammzusammensetzung entspricht der WHO-Empfehlung und damit auch der Empfehlung der deutschen Ständigen Impfkommission (STIKO).

Keine Kontingente für „Nachzügler“

Als Orientierungshilfe für die Vorbestellung der entsprechenden Impfstoffe dienen nach Angaben des PEI die STIKO-Empfehlungen. Abhängig von Alter und Risiken der Person hat sie individuelle Empfehlungen ausgesprochen.

Zudem macht das PEI darauf aufmerksam, dass der gesamte Herstellungsprozess der Impfstoffe sehr langwierig ist, sodass Nachbestellungen nicht berücksichtigt werden können und aufgrund des weltweiten Bedarfs auch keine Zusatzkontingente für „Nachzügler“ vorhanden sind. Ab etwa Mitte August würden die Impfstoffchargen nach Prüfung und Freigabe durch das PEI sukzessive ausgeliefert. 
 

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