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Praxisnachrichten

EMA: Impfstoff AstraZeneca ist sicher – PEI stellt Information für Ärzte bereit

19.03.2021 - Nach der Entwarnung der Europäischen Arzneimittelagentur kann das Vakzin von AstraZeneca seit dem heutigen Freitag wieder verimpft werden. Zugleich ist das Aufklärungsmerkblatt zum COVID-19-Vektor-Impfstoff entsprechend aktualisiert worden. Das Paul-Ehrlich-Institut hat zudem eine Information für Ärzte herausgegeben.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hatte den Impfstoff AstraZeneca am Donnerstag nach einer Sitzung des Ausschusses für Risikobewertung als „sicher und effektiv“ bezeichnet. Allerdings sollte die Produktinformation mit einem Warnhinweis versehen werden, der Patienten und Ärzte auf mögliche seltene Fälle von Thrombosen in Hirnvenen aufmerksam macht. 

GMK: Ausdrücklich über mögliche Risiken aufklären

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hatte nach der Entwarnung der EMA beschlossen, die vorsorglich ausgesetzten Impfungen mit AstraZeneca ab dem heutigen Freitag wiederaufzunehmen. Dabei seien alle Impflinge ausdrücklich über mögliche Risiken aufzuklären, heißt es in dem Beschluss der GMK zur Vorgehensweise. 

Zudem muss in den Aufklärungsunterlagen zur Schutzimpfung gegen COVID-19 vermerkt werden, „dass über alle bekannten möglichen Risiken und Nebenwirkungen, inklusive der neuesten Erkenntnisse, aufgeklärt wurde“. Das Aufklärungsblatt zu AstraZeneca wurde nunmehr bereits entsprechend überarbeitet.

Dem GMK-Beschluss zufolge kann übergangsweise die Aufklärung „auch handschriftlich von dem aufklärenden Arzt vermerkt werden“. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat  zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften Informationen für die Ärzteschaft erstellt.

Impfungen mit AstraZeneca waren am Montag in Deutschland vorsorglich ausgesetzt worden. Die Bundesregierung war damit einer aktuellen Empfehlung des PEI gefolgt. Hintergrund waren neue Meldungen von Hirnvenen-Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland und Europa. Es sollte die nunmehr vorliegende abschließende Bewertung der EMA abgewartet werden.

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