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Praxisnachrichten

Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes überarbeitet

01.04.2021 - Die Themen medikamentöse Therapie und partizipative Entscheidungsfindung in der Nationalen VersorgungsLeitlinie zu Typ-2-Diabetes sind überarbeitet worden. Die Leitlinie ist nunmehr kostenfrei auf der Internetseite des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin verfügbar.

Neu darin ist ein Fahrplan, nach dem behandelnde Ärzte mit ihren Patienten realistische Ziele festlegen sollen, die zur individuellen Lebenssituation der Patienten passen. Können diese Ziele nach mehreren Monaten nicht erreicht werden, bietet die Leitlinie ein strukturiertes Vorgehen für Ärzte an, um Barrieren im Alltag der Patienten zu ermitteln und abzubauen.

Aktuelle Empfehlungen zur Medikamentengabe

Grundlage der Behandlung des Typ-2-Diabetes sind nach wie vor die nicht medikamentösen Therapieformen wie Sport und eine angepasste Ernährung.

Wichtige Neuerungen gibt es bei der Gabe von Medikamenten: Menschen mit bestehender Herzerkrankung können profitieren, wenn sie eine Kombination aus Metformin und einem Gliflozin oder einem Glutid erhalten. Deshalb lautet die aktuelle Empfehlung, kardiovaskuläre Begleiterkrankungen und das individuelle Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse bei der Therapieplanung zu berücksichtigen. Für andere bleibt Metformin als Monotherapie das Mittel der ersten Wahl.

Seit 2018 aktualisiert das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin die Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes kapitelweise. Als nächstes werden die Kapitel zu Diagnostik, nicht-medikamentöse Therapie und Folgeerkrankungen bearbeitet.

Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer, KBV und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Zu ausgesuchten Erkrankungen hoher Prävalenz werden unter Berücksichtigung der Methoden der evidenzbasierten Medizin versorgungsbereichsübergreifende Leitlinien entwickelt und implementiert. Mit der Durchführung, Organisation und methodischen Begleitung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) beauftragt.

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