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Praxisnachrichten

Krebstherapie mit Lynparza: EBM an erweiterten Anwendungsbereich angepasst

01.04.2021 - Das Medikament Lynparza kann auch zur Behandlung des Adenokarzinoms der Pankreas und beim Prostatakarzinom eingesetzt werden. Der Bewertungsausschuss hat jetzt die entsprechenden Gebührenordnungspositionen zur Mutationssuche im EBM angepasst.

Vor einer Therapie mit Lynparza (Wirkstoff Olaparib) ist eine Untersuchung auf eine BRCA1/2 Mutation in der Keimbahn erforderlich. Hierfür kann seit 1. Januar 2020 die Gebührenordnungsposition (GOP) 11601 abgerechnet werden, deren Leistungsinhalt jetzt erweitert wurde.

Bei einem Prostatakarzinom kann diese Untersuchung alternativ auch im Tumorgewebe durchgeführt werden. Hierfür wurde dieser Anwendungsbereich in die GOP 19456 aufgenommen.

Die Änderungen des Bewertungsausschusses gelten ab 1. April.

Hintergrund: Frühe Nutzenbewertung

Die Anwendungsgebiete des Medikamentes wurde im Jahr 2020 um die neuen Indikationen Adenokarzinom der Pankreas und Prostatakarzinom erweitert und die Fachinformation entsprechend angepasst.

Der PARP-Inhibitor Olaparib (Handelsname Lynparza®) ist in Deutschland bereits seit dem 1. Juni 2015 im Verkehr und wurde zunächst zugelassen zur Erhaltungstherapie von erwachsenen Patientinnen mit bestimmten Ovarialkarzinomen, Eileiterkarzinomen oder Peritonealkarzinomen, die auf eine Platin-basierte Chemotherapie ansprechen.

Seitdem wurden die Anwendungsgebiete sukzessive erweitert.

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