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Praxisnachrichten

Neuerungen im Formularbereich: Muster 16, 39 und 40

01.04.2021 - Im Formularbereich gibt es einige Neuerungen. Diese betreffen unter anderem die Nutzung des Arzneimittelformulars durch Psychologische Psychotherapeuten zur Verordnung Digitaler Gesundheitsanwendungen und die Abschaffung des Musters 40.

Auf die Änderungen, die rückwirkend ab März beziehungsweise April gelten, haben sich die Partner des Bundesmantelvertrags-Ärzte (BMV-Ärzte) verständigt.

Rezeptformulare zur DiGA-Verordnung durch Psychotherapeuten

Digitale Gesundheitsanwendungen, kurz DiGA, können sowohl Vertragsärzte als auch Psychologische Psychotherapeuten verordnen. Die Verordnung erfolgt auf Formular 16, das Psychologische Psychotherapeuten nur für die DiGA-Verordnung verwenden dürfen, Vertragsärzte aber auch für die Arznei- und Hilfsmittelverordnung nutzen.

Für eine möglichst unbürokratische Versorgung der Psychologischen Psychotherapeuten mit dem Arzneimittelformular für die DiGA-Verordnung haben KBV und GKV-Spitzenverband nun eine Regelung vereinbart.

Einheitliche Nummer statt individueller BSNR

Statt der individuellen Betriebsstättennummer (BSNR) wird in der Codierleiste auf den Arzneiverordnungsblättern, die Psychologische Psychotherapeuten für die DiGA-Verordnung nutzen, bundesweit einheitlich die Nummer „999999999“ (9 x 9) platziert.

So kann der Produktionsaufwand bei Druckereien möglichst klein gehalten werden, wenn Psychologische Psychotherapeuten nur kleine Bestellmengen benötigen.

Bereits ausgelieferte Formulare bleiben gültig

Die Regelung tritt rückwirkend zum 1. März in Kraft. Haben Psychologische Psychotherapeuten bereits personalisierte Arzneiverordnungsblätter mit eingedruckter BSNR erhalten, können sie diese weiterhin verwenden und aufbrauchen.

Krebsfrüherkennung: Anpassung bezüglich Muster 39

Aufgrund von Nachfragen zur Übermittlung der zytologischen Befunde für die Krebsfrüherkennung von Zervix-Karzinomen wird die Vordruckerläuterung für das Muster 39 geändert.

Konkret wird in die Erläuterung zu Punkt 7 „Zytologischer Befund / Kombinationsfund“ aufgenommen, dass dort die Untersuchungsnummer des zytologischen Befundes eingetragen werden soll, wenn dem beauftragenden Gynäkologen kein separater Befund zugeht, auf dem diese Nummer ersichtlich ist. Auf dem Muster 39 selbst ändert sich nichts.

Abschaffung von Muster 40 zum 1. April

Der Dokumentationsvordruck Muster 40 für Krebsfrüherkennungsuntersuchungen bei Männern wurde zum 1. April abgeschafft. Hintergrund ist, dass die Nutzung des Musters 40 in der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (KFE-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses nicht mehr vorgeschrieben ist. Daher wurde es zum 1. April aus der Anlage 2 BMV-Ärzte gestrichen. Die Dokumentation der Untersuchungsergebnisse erfolgt entsprechend der KFE-RL in der Patientenakte (vgl. § 26 KFE-RL).

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