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Praxisnachrichten

Hilfen für Langzeitraucher - Drogenbeauftragte startet Bundesinitiative "Rauchfrei leben"

29.04.2021 - Starke und langjährige Raucher stehen im Fokus einer Bundesinitiative, die die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium gestartet hat. Ziel ist es, Langzeitrauchern beim Ausstieg zu helfen. Zu den Unterstützern der Initiative "Rauchfrei leben" gehört auch die KBV.

Während der Corona-Pandemie würden Raucher ein besonders großes gesundheitliches Risiko tragen, warnt Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Mit der Initiative „sollten endlich auch diejenigen erreicht werden, die schon seit 20 oder 30 Jahren zur Zigarette greifen“. Ludwig: „Wer sich beim Rauchausstieg professionell helfen lässt, hat eine fünf Mal größere Chance, dauerhaft zum Nichtraucher zu werden!“

Unterstützt wird die Initiative von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Bundesärztekammer, der KBV, dem GKV-Spitzenverband, dem Verband der Privaten Krankenversicherung, dem Aktionsbündnis Nichtrauchen, der Deutschen Krebshilfe und dem Deutschen Krebsforschungszentrum.

KBV-Vorstand unterstützt die Initiative

„Vernünftige Ernährung und Bewegung sind wichtig für eine gute Gesundheit. Aber kaum eine Präventionsmaßnahme ist wirksamer, als das Rauchen aufzugeben“, betont der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen. Daher unterstütze die KBV die Bundesinitiative.

„Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte versorgen täglich viele Menschen, deren Gesundheit durch das Rauchen leidet – sei es durch chronischen Husten, COPD oder Herzerkrankungen“, sagt der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister. Deshalb sei jedes Angebot, das Menschen dazu motiviert, nicht zu rauchen und damit aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun, zu begrüßen.

Ersparnisrechner soll Motivation unterstützen

Die Initiative wird von einer Kommunikationskampagne „Deine Chance“ begleitet. Auf der Website www.nutzedeinechance.de sollen unter anderem Rauchstopp-Angebote gebündelt werden. So finden Interessierte schnell zu einem Angebot, das zu ihnen passt. Ein Ersparnisrechner soll die Motivation zum Rauchausstieg unterstützen: Denn wer mit dem Rauchen aufhört, hat im Schnitt jedes Jahr 2.000 bis 3.000 Euro mehr im Portemonnaie.

Fachlicher Dialog zum Rauchausstieg

Zudem gibt es einen Dialog zu Fragen des Rauchausstiegs. Dabei geht es gemeinsam mit Wissenschaftlern, Ärzten und anderen Experten darum, Barrieren beim Rauchausstieg zu identifizieren und die Hilfe für Raucher zu verbessern. In einer ersten Veranstaltung aller Partner wurden kürzlich bereits konkrete Schritte zur Raucherentwöhnung in der ambulanten Versorgung besprochen. Folgeveranstaltungen werden die Entwöhnung im Krankenhaus und Angebote wie beispielsweise am Arbeitsplatz in den Mittelpunkt stellen.

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