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Praxisnachrichten

Weitere Digitalisierung in Praxen 2021

Technische Probleme verzögern Digitalisierung der Praxen

29.04.2021 - Bei der Digitalisierung in den Praxen sorgen technische Probleme weiterhin für Verzögerung. "Die größten Probleme bereitet uns der eHBA", sagt KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel im Video-Interview. Er sei eine der Voraussetzungen für die digitalen Massenanwendungen, die bald starten, werde aber gar nicht oder nur verzögert an die Praxen ausgeliefert.

Zum 1. Juli sollen die Praxen „ePA-ready“ sein, betont Kriedel im Interview – also in der Lage sein, eine elektronische Patientenakte (ePA) zu befüllen. Dafür wird unter anderem der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) benötigt.

„Da ist es leider so, dass die Herausgeber von dem Ansturm wohl überfordert sind“, erläutert er. Es gebe lange Lieferfristen, teilweise bis zu acht Wochen und noch länger. Und bei den Psychotherapeuten sei sogar noch gar kein Hersteller technisch in der Lage, einen entsprechenden Ausweis zu produzieren.

Termine sind nicht zu halten

Im Video-Interview äußert sich Kriedel auch zu den Konnektoren-Updates, die ab 1. Juli für die ePA zur Verfügung stehen müssen, und zum Feldtest für die am 1. Oktober startende elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU).

Deutlich wird: Nicht nur die Frist 1. Juli steht aufgrund technischer Probleme infrage, auch der 1. Oktober für die eAU. „Da wird es wahrscheinlich auch nicht so sein, dass alles schon technisch zur Verfügung steht“, sagt Kriedel und fügt hinzu: „Wir erwarten vom Gesetzgeber, dass er das zur Kenntnis nimmt und die Sanktionen aufhebt, zumindest aber die Fristen entsprechend verlängert.“

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