Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Praxisnachrichten

Monoklonale Antikörpertherapie bei COVID-19: KBV stellt Praxisinformation zur Verfügung

30.04.2021 - Die Therapie von COVID-19 mit monoklonalen Antikörpern ist auch in Deutschland möglich. Geregelt wird die Bereitstellung, der Anspruch sowie die Vergütung der Anwendung dieser in Europa bislang rechtlich nicht zugelassenen Arzneimittel durch eine Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit, die jetzt rückwirkend zum 1. Januar in Kraft getreten ist. Die KBV hat die wichtigsten Punkte hierzu für Vertragsärzte in einer Praxisinformation zusammengefasst.

Praxisinformation für Ärzte, die Therapie nicht selbst durchführen

Die Praxisinformation richtet sich vornehmlich an Vertragsärzte, die an COVID-19 erkrankte Patienten mit Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf über die Möglichkeit einer monoklonalen Antikörpertherapie informieren möchten, diese aber nicht selber durchführen. Sie bietet Hintergrundinformationen zur Therapie mit monoklonalen Antikörpern, einen Überblick über die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Therapie sowie Hinweise für das Gespräch zu den Behandlungsoptionen und den nächsten Schritten. 

Darüber hinaus enthält die Praxisinfo einen Link zu einer Liste der Behandlungszentren und Kliniken mit Ansprechpartnern. 

Monoklonale Antikörpertherapie kann auch ambulant erfolgen 

Laut Rechtsverordnung kann die monoklonale Antikörpertherapie auch ambulant erfolgen, sofern ein Vertragsarzt die Anwendung für einen Patienten als indiziert erachtet und die Therapie im Rahmen eines individuellen Heilversuchs verantwortet. 

Die Abrechnung erfolgt in diesem Fall über die Gebührenordnungsposition (GOP) 88400 „Leistungen im Zusammenhang mit der Anwendung von monoklonalen Antikörpern“. Die GOP ist mit 450 Euro bewertet, entsprechend der Vorgabe in der Monoklonale-Antikörper-Verordnung (MAKV).

Informationen zum Arzneimittel

Monoklonale Antikörper gegen das Spike-Protein können in der frühen Krankheitsphase die SARS-CoV-2-Viruslast bei leichter bis moderater COVID-19-Erkrankung senken. Sie sind damit eine der Optionen antiviraler Therapie von COVID-19. Die Bereitstellung, den Anspruch sowie die Vergütung der Anwendung dieser Arzneimittel regelt die MAKV, die vergangene Woche im Bundesanzeiger veröffentlich wurde.

Die aktuelle Produktinformation und die Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums, nach denen der Bezug und die Anwendung dieser Arzneimittel in Deutschland ausschließlich zulässig sind, sind auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts veröffentlicht.

Mehr zum Thema

zu den PraxisNachrichten