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Zur Konsultation: VersorgungsLeitlinie Herzinsuffizienz im Internet

17.06.2021 - Die überarbeitete Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz steht bis zum 5. Juli zur öffentlichen Konsultation im Internet bereit. Fachkreise und Interessierte sind eingeladen, den Text kritisch zu lesen und zu kommentieren.

Herzinsuffizienz ist in Deutschland der häufigste Grund für Klinikeinweisungen und gehört zu den häufigsten Todesursachen. Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Chronische Herzinsuffizienz soll zur Verbesserung der Versorgung von diesen Patienten beitragen. Ein multiprofessionell zusammengesetztes Gremium spricht Empfehlungen für Diagnostik und Therapie, aber auch für die Koordination zwischen Haus- und Fachärzten sowie zwischen ambulanter und stationärer Versorgung aus.

Nutzen von SGLT2-Inhibitoren

Die Leitlinie wird in der Regel alle fünf Jahre aktualisiert. Wegen der sich schnell ändernden Datenlage zum Nutzen von SGLT2-Inhibitoren erhielt die dritte Auflage im vergangenen Jahr ein Amendment zur Therapie mit dieser Medikamentengruppe, das nun erneut überarbeitet wurde.

Ursprünglich wurden SGLT2-Inhibitoren für die Behandlung von Menschen mit Diabetes mellitus entwickelt. In klinischen Studien kam es jedoch auch bei Patienten mit normalem Blutzuckerspiegel und Herzinsuffizienz zu weniger Krankenhausaufenthalten und Todesfällen aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere bei Vorerkrankungen wie chronischer Herzinsuffizienz. Da die anderen Inhalte der Leitlinie nicht verändert wurden, steht nur das Amendment zur öffentlichen Konsultation bereit.

Nationale VersorgungsLeitlinien

Das Programm für Nationalen VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer, KBV und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Erstellt werden die Publikationen vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin. Auf Basis aktueller Studien gibt die NVL Empfehlungen zu Untersuchungen und zu Behandlungen der Erkrankung.

So geben Sie Ihren Kommentar ab

Fachkreise und Interessierte sind eingeladen, ihre Kommentare zu den überarbeiteten Kapiteln bis einschließlich 5. Juli abzugeben. Diese können nur dann bearbeitet werden, wenn sie mit dem Kommentierungsbogen per E-Mail gesendet werden. Die eingegangenen Kommentare werden nach Ablauf der Konsultationsphase an die Autorengruppe weitergeleitet, die dann nach sorgfältiger Prüfung über deren Berücksichtigung entscheidet.

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