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Praxisnachrichten

Neue Online-Fortbildung zu Naldemedin bei opioidinduzierter Obstipation

24.06.2021 - Um die wirtschaftliche Verordnung von Naldemedin zur Behandlung einer opioidinduzierten Obstipation geht es in einer neuen Online-Fortbildung der KBV. Die Teilnahme ist kostenfrei und mit drei CME-Punkten zertifiziert.

Opioide werden bei der Therapie starker und chronischer Schmerzen häufig längerfristig verordnet. Neben der gewünschten Analgesie führen Opioide gleichzeitig durch Aktivierung peripherer μ-Opioidrezeptoren im enterischen Nervensystem zu verschiedenen gastrointestinalen Nebenwirkungen. Ein Problem stellt dabei die opioidinduzierte Obstipation dar, die nicht nur die Lebensqualität der Patienten beeinträchtigt und Komplikationen verursachen kann, sondern auch Therapieabbrüche fördert. Eine opioidinduzierte Obstipation sollte deshalb frühzeitig erfasst und eine Behandlung mit Laxanzien prophylaktisch begonnen werden.

Kein Beleg für Vorteile durch Naldemedin

Zu Beginn sollten zunächst herkömmliche, symptomatische Behandlungsformen der Obstipation zum Einsatz kommen. Bei unzureichender Wirkung oder schlechter Verträglichkeit können peripher aktive μ-Opioidrezeptorantagonisten (peripherally-acting μ-opioid receptor antagonists, PAMORA) eingesetzt werden.

Mit Naldemedin ist ein weiterer PAMORA zur Behandlung von opioidinduzierter Obstipation bei Erwachsenen, die früher bereits mit einem Abführmittel behandelt wurden, zugelassen. Allerdings ist ein Vorteil in Form einer besseren Wirksamkeit und Sicherheit im Vergleich zu den anderen PAMORA zur Behandlung einer opioidinduzierten Obstipation für Naldemedin nicht belegt.

Erst Selbststudium, dann Punkte sammeln

Die Fortbildung aus der Reihe WirkstoffAktuell informiert unter anderem über die Wirkungsweise, Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Naldemedin. Ärzte erhalten zudem Empfehlungen für eine wirtschaftliche Verordnungsweise einschließlich einer Übersicht der aktuellen Kosten.

Die aktuelle Ausgabe von WirkstoffAktuell liegt diese Woche dem Deutschen Ärzteblatt (Ausgabe A, Heft 25 vom 25. Juni) bei. Die Publikation wird von der KBV in Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft herausgegeben.

Die Online-Fortbildung findet im Fortbildungsportal der KBV statt, dauert etwa 45 Minuten und richtet sich an niedergelassene Haus- und Fachärzte. Die Prüfung besteht aus zehn Multiple-Choice-Fragen, von denen mindestens sieben richtig beantwortet werden müssen, um drei CME-Punkte zu erhalten.

Die Punkte werden auf Wunsch elektronisch an die jeweilige Ärztekammer übermittelt und dem Fortbildungskonto gutgeschrieben.

Fortbildungsportal im Sicheren Netz

Neben der aktuellen Fortbildung bietet die KBV weitere Fortbildungen zu Arzneimitteln und zu anderen Themen an:

  • Antibiotika
  • Bundeseinheitlicher Medikationsplan
  • DMP Herzinsuffizienz
  • Heilmittelverordnung
  • IT-Sicherheit in der Arztpraxis
  • MRSA-Versorgung
  • Umgang mit Kindesmisshandlung
  • Verordnung von Leistungen der medizinischen Rehabilitation

Das Fortbildungsangebot wird laufend erweitert.

Das Fortbildungsportal der KBV ist ein Angebot für Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten im Sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen.

Um sich anmelden zu können, muss der Praxiscomputer mit dem Sicheren Netz verbunden sein, zum Beispiel über die Telematikinfrastruktur.

Die Anmeldung im Fortbildungsportal erfolgt mit persönlichen Login-Daten, die die Kassenärztliche Vereinigung vergibt. Gegebenenfalls ist eine Freischaltung für das Fortbildungsportal erforderlich.

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