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Praxisnachrichten

Abrechnung der Kostenpauschalen zur Kryokonservierung geregelt

22.07.2021 - Nach der Aufnahme von Leistungen zur Kryokonservierung von Ei- und Samenzellen wegen einer keimzellschädigenden Therapie in den EBM stehen nun auch die Rahmenbedingungen zur Abrechnung der Kostenpauschalen und ebenso zu Übergangsfällen fest.

Besonderheit der Langzeitlagerung

Die Regelung sieht vor, dass Vertragsärztinnen und Vertragsärzte für die Abrechnung der Kostenpauschalen 40700 (68 Euro) und 40701 (10 Euro) die Versichertendaten aus der Patientendatei übernehmen können, da bei der Langzeitlagerung des Gewebes in der Regel für viele Jahre keine Arzt-Patienten-Kontakte stattfinden.

Zudem haben KBV und GKV-Spitzenverband in der neuen Anlage zum Bundesmantelvertrag festgelegt, dass im Falle der Übernahme einer Praxis der übernehmende Vertragsarzt mit Einwilligung des Versicherten die Lagerung fortführen und abrechnen kann.

Informationspflicht des Versicherten

Für die Patientinnen und Patienten ergeben sich aus der Vereinbarung Informationspflichten: Sie haben ihre Ärztin oder ihren Arzt über eventuelle Namens- oder Adressänderungen zu informieren. Zudem muss ein Wechsel der Krankenkasse oder ein Austritt aus der gesetzlichen Krankenversicherung mitgeteilt werden.

Erstattung der Kosten bei begonnener Therapie

Mit der Kryokonservierung soll Versicherten die Erfüllung eines Kinderwunsches nach einer keimzellschädigenden Therapie ermöglicht werden. Betroffene Frauen und Männer können die Leistungen seit 1. Juli in Anspruch nehmen.  

Auch Versicherte, die eine Kryokonservierung bereits auf eigene Kosten ab 1. Juli begonnen haben, haben seitdem Anspruch auf die Leistungen. 

Zu keimzellschädigen Behandlungen zählen insbesondere die operative Entfernung von Keimdrüsen, eine Strahlentherapie mit zu erwartender Schädigung der Keimdrüsen sowie potentiell fertilitätsschädigende Medikationen.

 

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