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"Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch" relauncht - Ärzte und Psychotherapeuten können sich registrieren

19.08.2021 - Das Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch ist aktualisiert worden und bietet nunmehr neue Angebote und vereinfachte Suchfunktionen. Betroffene, Angehörige und Fachkräfte finden schnellen Zugang zu Hilfsangeboten und Informationen zum Thema sexuelle Gewalt in Kindheit und Jugend.

Fachliche Einrichtungen wie Beratungsstellen und Praxen von Ärzten und Psychotherapeuten, die über Erfahrungen in der Therapie von Betroffenen von sexualisierter Gewalt verfügen, können sich in die Adressdatenbank aufnehmen lassen. Damit ermöglichen sie, dass Betroffene schneller Hilfe finden.

Das Hilfe-Portal www.hilfe-portal-missbrauch.de ist ein Angebot des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM). Mit dem Relaunch wurde das Portal um neue Angebote wie die Online-Beratung erweitert.

Das Portal lotst die Nutzer je nach Anliegen über eine deutschlandweite Datenbank zu passenden Unterstützungsangeboten vor Ort oder zu telefonischen und Online-Angeboten. So finden sich in der Datenbank beispielsweise spezialisierte Beratungsstellen, Krisendienste, Psychotherapeuten oder Anwälte.

Rörig: Thema betrifft die gesamte Gesellschaft

Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche betrifft die gesamte Gesellschaft, betont Johannes-Wilhelm Rörig, der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. „Es gibt sie überall. Meist findet sie im sozialen Nahfeld statt: in Familien, in der Nachbarschaft, im Sportverein oder online.“

Betroffene und ihr Umfeld brauchten dann schnellzugängliche und passgenaue Unterstützung, weiß Rörig und fügt hinzu: „Wer Hilfe sucht, muss auch Hilfe finden können. Genau das ist das Ziel des neuen Hilfe-Portals.“

Registrierung im neuen Portal erwünscht

Registrierungen von entsprechend fachlich qualifizierte Einrichtungen wie Beratungsstellen, Krisendienste und Zufluchtsstätten im neuen Portal sind ausdrücklich erwünscht.

Insbesondere Ärzte und Psychotherapeuten, die traumaspezifisch arbeiten, sind dazu aufgerufen, sich in der Adressdatenbank einzutragen (s. Infobox unten). Dies ist hier unkompliziert möglich.

KBV engagiert sich im Kampf gegen Kindesmissbrauch

Die KBV engagiert sich seit Jahren im Kampf gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen. So unterstützt sie die Initiativen des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. Im Nationalen Rat ist sie in der Arbeitsgruppe Forschung und Wissenschaft vertreten.

Die Aufklärung und Prävention von Missbrauch an Kindern und Jugendlichen fördert die KBV unter anderem mit Fortbildungsangeboten für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten, die häufig die erste Anlaufstelle für Betroffene sexueller Gewalt sind.

So können sich Ärzte und Psychotherapeuten in die Datenbank des Hilfe-Portals aufnehmen lassen

Zum neuen Portal gehört auch eine neue Datenbank mit deutschlandweiten Hilfsangeboten. Hier können sich fachlich qualifizierte Einrichtungen selbst registrieren.

Insbesondere Ärzte und Psychotherapeuten, die traumaspezifisch arbeiten und/oder sich traumaspezifisch fortgebildet haben, sind dazu aufgerufen, sich in die Datenbank aufnehmen zu lassen, falls nicht bereits erfolgt.

Dabei wendet sich der UBSKM ausschließlich an folgende Fachrichtungen: Psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, für Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie und -psychotherapie, für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Fachärzte mit Zusatztitel „Psychotherapie“.

In Zusammenarbeit mit der KBV und den Berufskammern der Länder wird die Approbation der Ärzte und Psychotherapeuten überprüft.

Wichtiger Hinweis: Alle Einträge des bisherigen Hilfeportals wurden deaktiviert, sodass eine Wiederregistrierung unbedingt erforderlich ist, um auf dem neuen Hilfe-Portal gelistet zu werden – falls noch nicht geschehen.

Das Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch

Menschen, die Hilfe und Unterstützung suchen, erhalten über das Hilfe-Portal www.hilfe-portal-missbrauch.de des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) eine erste Orientierung. Neben umfangreichen Informationen unter anderem zu Beratung, Selbsthilfe oder rechtlichen Fragen werden Nutzer je nach Anliegen über eine deutschlandweite Datenbank zu passenden Unterstützungs- und Hilfeangeboten vor Ort oder zu telefonischen und Online-Angeboten gelotst.
Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, sich über das Team des Hilfe-Telefons Sexueller Missbrauch unter Tel. 0800 22 55 530 anonym telefonisch oder auch online beraten zu lassen: www.hilfe-telefon-missbrauch.de oder www.hilfe-telefon-missbrauch.online

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