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Mehr Flexibilität bei Teilnahme an Ultraschallkursen

14.10.2021 - Unabhängig von der Coronavirus-Pandemie haben Vertragsärzte jetzt die Möglichkeit, Ultraschallkurse teilweise online zu absolvieren. Auch die zeitlichen Vorgaben wurden regulär gelockert. Darauf haben sich KBV und GKV-Spitzenverband verständigt. Die neuen Regelungen gelten mit Wirkung ab Oktober.

Wegen der Corona-Pandemie konnten die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) in den vergangenen Monaten von ihren Vorgaben für Ultraschallkurse abweichen, die Vorgaben anpassen oder diese sogar aussetzen. Diese Sonderregelung lief Ende September aus.

KBV und Krankenkassen haben nunmehr vereinbart, dass einige Lockerungen unabhängig von der Pandemie weiterhin gelten. Dazu gehört, dass Ultraschallkurse zum Teil online absolviert werden können (betrifft theoretische Kursinhalte). Auch müssen die Kurstage nicht mehr zusammenhängend sein, sondern können flexibel über bis zu vier Wochen verteilt werden (siehe Übersicht).

Praxisausfälle vermeiden

Die flexibilisierten Vorgaben kommen Kursanbietern und Vertragsärzten zugute. Sie helfen Vertragsärztinnen und Vertragsärzten, die Kurse besser in ihren Praxisalltag zu integrieren und Praxisausfälle zu vermeiden. So sind zum Beispiel kürzere Wochenend- oder Abendveranstaltungen möglich, die über einen mehrwöchigen Zeitraum aufgeteilt werden können. Auch Reisekosten können gegebenenfalls verringert werden.

Es empfiehlt sich sowohl für Kursanbieter als auch Vertragsärzte, dass sie sich an die jeweilige KV wenden, um abzuklären, ob ein angebotener Ultraschallkurs anerkannt werden kann.

Dreijährige Testphase und Evaluation

Die Online-Durchführung der Ultraschallkurse soll zunächst über einen Zeitraum von drei Jahren getestet und evaluiert werden. Danach werden KBV und GKV-Spitzenverband als Vertragspartner der Ultraschall-Vereinbarung entscheiden, ob beziehungsweise in welcher Form die Regelungen fortgeführt werden.

Ärzte benötigen KV-Genehmigung

Die Ausführung und Abrechnung von Leistungen der Ultraschalldiagnostik in der vertragsärztlichen Versorgung ist erst nach Genehmigung durch die KV zulässig.

Das Absolvieren von Ultraschallkursen ist eine von mehreren Möglichkeiten, eine Genehmigung zu erhalten. Eine Genehmigung wird auch erteilt, wenn die beantragte Ultraschallleistung bereits Inhalt der Weiterbildung war oder die fachliche Befähigung im Rahmen einer ständigen Tätigkeit nachgewiesen wurde. Die in der Ultraschall-Vereinbarung definierten Tätigkeitszahlen sind in jedem Fall nachzuweisen.

Nähere Informationen bietet die Themenseite Ultraschalldiagnostik.

Flexibilisierung der Ultraschallkurse – Überblick und Hinweise
Online-Durchführung der theoriebezogenen Kursinhalte

  • Die Theorie-Inhalte können als Präsenz- und/oder Online-Veranstaltung durchgeführt werden.
  • Online muss eine aktive Teilnahme und Interaktion zwischen Teilnehmern und Kursleiter möglich sein, zum Beispiel Fragen zu stellen, dazu muss der Kursleiter eine geeignete Plattform vorhalten.
  • Es dürfen pro Kursleiter maximal 30 Personen am Online-Kurs teilnehmen.
  • Kursleiter müssen die Teilnahme an allen Kursbestandteilen überprüfen können.
  • Der Online-Kurs kann in abgeschlossene, themenbezogene Blöcke aufgeteilt werden.

Lockerungen der zeitlichen Vorgaben

  • Ein Ultraschallkurs muss nicht an aufeinanderfolgenden Tagen stattfinden.
  • Die Verteilung der Kursanteile ist über einen Zeitraum von bis zu vier Wochen möglich, einschließlich der angrenzenden Wochenenden.

Hinweis: Die konkreten Regelungen, die ab Oktober 2021 gelten, finden sich in Protokollnotiz Nummer 4 der Ultraschall-Vereinbarung (Anlage 3 zum Bundesmantelvertrag-Ärzte).

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