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Praxisnachrichten

KBV appelliert an Koalitionäre: Stärken Sie die ambulante Versorgung

28.10.2021 - Anlässlich der laufenden Koalitionsverhandlungen hat der KBV-Vorstand an die Spitzenpolitiker von SPD, Grünen und FDP appelliert, das System der ambulanten Versorgung zu stärken und die wohnortnahe Versorgung zukunftsfest zu machen. Eine Kernforderung ist der Abbau von Bürokratie.

„Wir brauchen weniger Regularien und Vorgaben, damit Ärzte und Psychotherapeuten wieder mehr Zeit für ihre Patienten haben, betonte KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen. Kleinteilige, teils irrsinnige Regelungen, mit denen die Praxen tagtäglich zu kämpfen hätten, gehörten abgeschafft. Gassen wies darauf hin, dass sich die Politiker auf das bewährte System der ambulanten Versorgung verlassen könnten. Das habe sich insbesondere während der Corona-Krise gezeigt.

Die Praxen hätten nicht nur die Pandemie gestemmt, sondern zugleich die reguläre Versorgung aufrechterhalten, hob auch der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister hervor. Über drei Millionen Arzt-Patienten-Kontakte täglich sprächen für sich. Dieses System der ambulanten Versorgung müsse gestärkt werden. Das sei auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den ärztlichen und psychotherapeutischen Kolleginnen und Kollegen und deren Teams.

#GesundheitBrauchtPraxis: Versorgung gemeinsam gestalten

Bereits vor der Bundestagswahl hatte die KBV in einem Positionspapier mit dem Titel „#GesundheitBrauchtPraxis: Versorgung gemeinsam gestalten“ die für die ambulante Versorgung besonders wichtigen Themen zusammengefasst.

Dabei liegt der Fokus auf der Stärkung der ambulanten Strukturen sowie der Digitalisierung zum Nutzen von Ärzten und Patienten. Zudem wird eine transparente und praktikable Qualitätssicherung und die fachärztliche Weiterbildung in den Praxen thematisiert.

Bei der Digitalisierung kommt es aus Sicht der KBV darauf an, statt der technischen Instrumente die medizinischen Versorgungsprozesse in den Vordergrund zu stellen. Notwendig seien eine moderne digitale Infrastruktur und Anwendungen, die funktionierten und dazu beitrügen, die Versorgung der Patienten zu verbessern.

Kampagne richtet Aufmerksamkeit auf KBV-Positionen

Auf diese Positionen macht die KBV aktuell verstärkt durch Anzeigen in Zeitungen, auf mobilen Plakatwänden im Berliner Regierungsviertel sowie auf Social-Media-Kanälen aufmerksam. Auf aufmerksamkeitsstarken Motiven werden Rezepte, Empfehlungen und Gebrauchsinformationen für ein starkes Gesundheitssystem geliefert.

Dabei geht es konkret um die Nachwuchsgewinnung, um weniger Bürokratie für den Praxisalltag und Initiativen gegen den Arztmangel, gerade auch auf dem Land. Zudem wird eine digitale Infrastruktur gefordert, bei der sich Vorgaben und Technik an der ärztlichen Arbeit in der Praxis ausrichten.

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