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Praxisnachrichten

Corona-Bonus für Medizinische Fachangestellte längst überfällig

03.12.2021 - Einen Corona-Bonus für Medizinische Fachangestellte und Mitarbeiter in den Praxen hat die Vertreterversammlung der KBV gefordert. Das Praxispersonal müsse genauso wertgeschätzt werden, wie die Pflegekräfte in Krankenhäusern und Altenheimen, heißt es in einer am Freitag verabschiedeten Resolution.

Die Delegierten der Vertreterversammlung appellierten an die neue Bundesregierung, neben den Pflegeberufen nun endlich auch die besonderen Leistungen, Belastungen und Bewährungen des Praxispersonals in der Pandemie mit der gesetzlichen steuerfinanzierten Corona-Bonus-Zahlung zu würdigen.

Ohne motiviertes Praxispersonal breche die ambulante Versorgung zusammen. Die Impfkampagne gegen COVID-19 bringe das Praxispersonal „an die äußersten Grenzen ihrer Belastbarkeit“.

Fehlende Wertschätzung lässt Bereitschaft sinken

Scharf kritisiert wurde, dass im Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien wiederum „das an allervorderster Front der Pandemie stehende Personal in den ambulanten Praxen“ bei den Zielgruppen für einen gesetzlich steuerfinanzierten Corona-Bonus nicht erwähnt sei. Damit werde das von der kommenden Bundesregierung zu Recht benannte Ziel „Respekt und Anerkennung“ für das Praxispersonal erneut mit Füßen getreten.

Durch fehlende politische Wertschätzung sinke die uneingeschränkte Bereitschaft des Praxispersonals, die umfangreichen Impf- und Testkampagnen mitzutragen, heißt es in der Resolution. Es werde eine weitere Abwanderung des knappen Personals aus den Arztpraxen und eine weitere Beschädigung der ambulanten Versorgung geben.

Die Ampel-Parteien der künftigen Bundesregierung hatten angekündigt, eine Milliarde Euro zur Würdigung der Pflegekräfte zur Verfügung zu stellen und die Steuerfreiheit des Pflegebonus anzuheben.

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