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Brief von Lauterbach und Gassen: Kreativen Impfaktionen steht nichts im Weg - Vertragsarztrecht gelockert

23.12.2021 - Um die Impfkampagne noch stärker anzukurbeln, werden weitere Reserven mobilisiert. Arztpraxen können ohne Genehmigung weitere Ärzte, zum Beispiel Pensionäre, einsetzen. Auch ist es möglich, außerhalb der Praxisräume zu impfen. Darüber haben Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach und KBV-Chef Dr. Andreas Gassen heute die Vertragsärzte in einem Brief informiert und ihnen zugleich für ihr Engagement gedankt.

„Seit dem Frühjahr des laufenden Jahres wird in den Arztpraxen mit großem Erfolg geimpft. Hierfür möchten wir uns zunächst bei Ihnen bedanken – auch und gerade im Hinblick auf die derzeitigen Anstrengungen zur Boosterkampagne“, heißt es in dem Brief.   

Jeder approbierte Arzt darf in den Praxen impfen

Durch die Lockerung des Vertragsarztrechtes sollen weitere Reserven mobilisiert und die Arbeit erleichtert werden. Lauterbach und Gassen teilten hierzu mit, dass beim Einsatz von weiteren Ärzten in den Praxen, zum Beispiel Pensionären oder im Krankenhaus tätigen Ärzten, die „ansonsten strengen Regeln des Vertragsarztrechts nicht gelten“.

Jeder approbierte Arzt dürfe in den Praxen impfen, heißt es weiter in dem Schreiben. Eine vorherige Anzeigepflicht gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung und die Notwendigkeit einer Genehmigung durch den Zulassungsausschuss bestehe nicht. Die Abrechnung erfolgt über die Betriebsstättennummer der Arztpraxis.

Impfen außerhalb der Praxisräume

Impfungen könnten durch Vertragsarztpraxen zudem – ohne Anzeigepflicht – an jedem beliebigen Ort durchgeführt werden, der sich für Impfungen eigne. Sollten Ärzte erwägen, zum Beispiel in größeren Räumen wie Bürgerhäusern oder Kirchengemeinden impfen zu wollen, sei dies „im Lichte der Corona-Impfverordnung möglich“.  Kreativen Impfaktionen stehe damit nichts im Weg.

Impfungen mit Moderna

Aufgrund der Liefersituation in den kommenden Wochen werden die Praxen zudem gebeten, vorrangig „auf den hervorragend wirksamen Impfstoff von der Firma Moderna“ zurückzugreifen. Dies sei notwendig, damit bis Mitte Januar 2022 so viele Personen wie möglich geimpft beziehungsweise geboostert werden könnten.

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