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Praxisnachrichten

Mehr Zeit zur Vorlage der Verordnung bei der Krankenkasse

13.01.2022 - Patienten haben einen Tag mehr Zeit, eine Verordnung häuslicher Krankenpflege bei ihrer Krankenkasse zur Genehmigung vorzulegen. Bisher musste die ärztliche Verordnung innerhalb von drei Tagen bei der Krankenkasse sein, seit Dezember sind es vier Arbeitstage.

Häusliche Krankenpflege (HKP) ist eine genehmigungspflichtige Leistung, die Versicherte bei ihrer Krankenkasse beantragen müssen. Dieser Antrag erfolgt über die Rückseite des Verordnungsformulars 12. Bis die Krankenkasse abschließend über ihre Genehmigung entschieden hat, übernimmt sie die Kosten nur, wenn ihr dieser Antrag spätestens am vierten (bisher dritten) der Verordnung folgenden Arbeitstag vorliegt.

Verordnung unverändert auf Formular 12

Die Verlängerung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im Oktober beschlossen, um Versicherte und Angehörige zu entlasten. Dieser Beschluss ist im Dezember 2021 in Kraft getreten.

Für Vertragsärztinnen und Vertragsärzte ändert sich durch die Regelung nichts. Sie stellen die Verordnung wie gewohnt auf Formular 12 aus. Versicherte stellen dann auf der Rückseite ihren entsprechenden Antrag, unterschreiben diesen und reichen ihn bei ihrer Krankenkasse ein.

Außerdem Aktualisierungen im Leistungsverzeichnis

Mit seinem Beschluss hat der G-BA auch das Leistungsverzeichnis der häuslichen Krankenpflege aktualisiert. Konkret wurde das Abklemmen des Dauerkatheterschlauchs zur Steigerung der Blasenkapazität gestrichen, da dies nicht mehr den wissenschaftlichen Empfehlungen und Erkenntnissen entspricht. Die Leistungsnummern 2 und 22 wurden entsprechend angepasst.

Richtlinie gilt auch für elektronische Verordnungen

Außerdem hat der G-BA beschlossen, dass die Regelungen der HKP-Richtlinie auch für Verordnungen in elektronischer Form gelten. Damit hat er die Richtlinie an das Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation vom 9. Dezember 2019 angepasst (§ 86 Absatz 2 SGB V).

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