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Praxisnachrichten

Mehrzahl des Praxispersonals geimpft - Erhöhte Arbeitsbelastung durch Omikron

16.02.2022 - Die Immunitätsquote der Ärzteschaft in Deutschland ist insgesamt überdurchschnittlich hoch. Zudem ist die Arbeitsbelastung in den Praxen im Zuge der fünften Coronavirus-Welle deutlich gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Online-Umfrage des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung unter mehr als 11.000 Ärzten und Psychotherapeuten hervor.

Die Immunitätsquoten in den Praxen liegen laut Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) weit über dem Bevölkerungsdurchschnitt. Demnach beträgt die Immunitätsquote zurzeit 95 Prozent bei den Ärztinnen und Ärzte im hausärztlichen und 93 Prozent im fachärztlichen Bereich sowie 81 Prozent bei den Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Damit ist die Mehrzahl der Niedergelassenen vollständig gegen COVID-19 geimpft oder genesen, wie die Ergebnisse zur Online-Umfrage (PDF) zeigen.

Ähnlich sieht es bei den Medizinischen Fachangestellten aus. Unter den nicht ärztlichen Mitarbeitenden verfügen in Hausarztpraxen 93 Prozent und in Facharztpraxen 90 Prozent nach aktueller Gesetzeslage über einen Immunitätsschutz.

Dennoch befürchten die Praxen spürbare Einschränkungen für den Praxisbetrieb infolge der einrichtungsbezogenen Impfpflicht. Knapp ein Drittel der Befragten rechnet mit starken Einschränkungen.

Einrichtungsbezogene Impfpflicht

Aufgrund der ab Mitte März geltenden einrichtungsbezogenen Impfpflicht müssen Mitarbeitende und Inhaber von Arzt- und Psychotherapeutenpraxen bis dahin einen Nachweis über eine vollständige COVID-19-Schutzimpfung, einen Genesenen-Nachweis oder ein ärztliches Attest, wenn sie sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, vorlegen.

Hohe Arbeitsbelastung durch Omikron

Im Zuge der Omikron-Welle verzeichnen rund 71 Prozent aller Befragten, dass sich ihre Arbeitsbelastung erhöht hat. Unter den Hausärztinnen und Hausärzte kommen rund 84 Prozent zu dieser Einschätzung. Die häufigsten Gründe sind laut Umfrage vor allem ein höherer Kommunikationsbedarf der COVID-19-Schutzmaßnahmen und das erhöhte Testaufkommen. Weitere Ursachen seien der Ausfall von Praxispersonal und zusätzliche Impfangebote. Bei der Erhebung zeigte sich auch, dass aus Sicht der Ärztinnen und Ärzte die Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern unverändert schlecht sei.

Zi erhält enormen Rücklauf

Mit etwa 11.200 Teilnehmenden haben laut Zi besonders viele Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten an der Blitzumfrage teilgenommen. Die Antworten betreffen nach Zi-Angaben mehr als 26.700 Niedergelassene und etwa 68.000 Praxismitarbeitende.

Mit der Umfrage wollte das Zi wissenschaftliche Erkenntnisse zur aktuellen Diskussion um die Omikron-Variante des Coronavirus und zur Impfpflicht in Arzt- und Psychotherapiepraxen erlangen. Sie lief vom 8. bis 13. Februar.

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