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Hochwertige ambulante Versorgung – Interesse bei Politik: offenbar Fehlanzeige

Nach der Anhörung zum GKV-Finanzstabilisierungsgesetz zeigt sich der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, empört.

Berlin, 28. September 2022 - „In der heutigen Anhörung wurden teilweise Mikrothemen der Versorgung diskutiert. Den regierenden Politikern der Ampelkoalition ist es aber nicht bewusst oder vollkommen egal, dass gerade die Axt an die ambulante Versorgung gelegt wird“, lautete das Fazit von Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, nach der heutigen Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags zum GKV-Finanzstabilisierungsgesetz.

„Es ist gut, dass die Regierung den Krankenhäusern helfen will. Doch sie übersieht vollkommen die über 100.000 Praxen in Deutschland. Mit fast 700 Millionen Behandlungsfällen jährlich (Krankenhäuser: 20 Millionen) sowie über einer Milliarde Arzt-Patientenkontakte stemmen die niedergelassenen Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten den Großteil der Versorgung. Das leistet die ambulante Versorgung – und zwar nur sie!

Eine schützenswerte Struktur scheint das für die Politik nicht zu sein. Kein Wort zu den Problemen, die die aktuelle Preisentwicklung für die Praxen bedeutet, und wie man ihnen helfen kann. Dass man stattdessen die Neupatientenregelung streichen will, gerät angesichts der Forderung der Kassen nach Nullrunden für Praxen für die kommenden zwei Jahre fast zur Nebensache. Werden die Pläne der Ampelkoalition unverändert umgesetzt, müssen sich die Menschen in Deutschland wohl von der von ihnen hochgeschätzten wohnortnahen ambulanten Versorgung verabschieden.“