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TI-Finanzierung gesichert: Pauschalen zur Anbindung angehoben

Die KBV konnte sich mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen auf neue Pauschalen einigen – zur Finanzierung der Telematikinfrastruktur.

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
„Das war eine schwere Geburt. Wir haben lang und sehr intensiv verhandelt, auch sehr kontrovers. In der Endphase war auch der Vorsitzende des Schiedsamtes dabei, um eine Einigung hinzubekommen. Es ist uns jetzt endlich gelungen, auch vor Ende der Frist, Ende des Monats, dass wir es geschafft haben, die Finanzierung des Konnektors von 720 deutlich auf rund 1720 im dritten Quartal und dann im vierten Quartal auf rund 1550 Euro anzuheben. Das ist ein Erfolg und damit ist auch eine Beruhigung an der Finanzierungsfront eingetreten.“

Diese Einigung bedeutet für die Praxen Finanzierungssicherheit mindestens bis zum 30. September.

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
„Das heißt konkret, die neuen Finanzierungs- und Erstattungsbeträge werden auch von den marktbeherrschenden PVS-Herstellern mitgegangen. Das heißt konkret, beide große Hersteller haben erklärt, dass sie im dritten Quartal auch die neuen Konnektorenpreise ihren Kunden anbieten werden. Und das bedeutet eine Absenkung gegenüber dem bisherigen Preis. Das heißt also Finanzierungssicherheit. Was besonders auch wichtig ist, dass auch noch die SMC-B-Karte, der Praxisausweis, auch inzwischen von zwei Herstellern angeboten wird. Das heißt, der Arzt kann auswählen. Bisher gab es nur die SMC-B der Bundesdruckerei, und seit Ende Juni ist auch die Firma medisign mit einer entsprechenden Karte am Markt.“

So kehrt aber noch immer nicht die erhoffte Ruhe rund um die TI ein:

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
„Leider noch nicht. Die Finanzierung ist geklärt, bis Ende des Jahres, aber wir haben noch weitere Probleme. Viele Ärzte können noch nicht bei ihrer PVS das Angebot bestellen, weil die PVS-Hersteller die Konnektoren noch nicht haben. Es gibt drei Konnektoren-Hersteller, die noch im Genehmigungsprozess sind. Wann die wirklich auf den Markt kommen und damit beim Arzt ankommen können, ist noch unklar. Wir gehen von sechs bis acht Wochen aus von heute. Daraus folgt das Risiko, dass nicht alle Ärzte bis zum Jahresende ihre TI werden installieren können, allein aus logistischen Gründen. Und deshalb fordern wir weiterhin vom Gesetzgeber, die Frist für die Sanktionen, die Ende des Jahres droht, mindestens bis ins nächste Jahr hinein zu verlängern.“

Für den jetzigen Zeitpunkt lautet die Empfehlung der KBV an die Praxen:

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
„Sie sollen jetzt bestellen, ihre TI-Komponenten, und insbesondere dann aber darauf achten, dass die Erstattungspreise auch mit den Angebotspreisen übereinstimmen. Sie sollten sich in jedem Fall das Angebot ansehen, und wenn sie unsicher sind, auch von dem Hersteller bestätigen lassen, dass ihre Installationspreise, die sie bezahlen müssen, mit ihren eigenen Erstattungspreisen übereinstimmen. Das können die Hersteller; die wissen genau, wie die Vereinbarung aussieht, und dann ist der Arzt auch auf der sicheren Seite.
Dabei ist wichtig, dass der PVS-Hersteller erst dann ausliefern kann, wenn der Arzt einen sogenannten SMC-B, einen Praxisausweis, bekommen hat. Diesen Praxisausweis kann er bestellen bei der Bundesdruckerei oder seit Anfang Juni auch bei der Firma medisign. Das muss er selbst machen, und erst wenn dieser Praxisausweis vorhanden ist, kann die TI in der Praxis installiert werden. Das dauert in der Regel eine Zeit von drei bis vier Wochen.“

Sicherheit für Vertragsärzte und -psychotherapeuten auch im dritten Quartal 2018 verspricht sich die KBV von neuen Pauschalen für den Anschluss an die Telematikinfrastruktur. Diese wurden Anfang Juni nach langen Verhandlungen mit den Krankenkassen beschlossen. Hintergrund war, dass sich der Markt für die TI-Komponenten nicht wie erwartet entwickelt hat. Dr. Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der KBV erläutert, was das für die Praxen bedeutet.