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TI: Finanzierung der Praxisausstattung wird neu verhandelt


Die TI ist in den Praxen angekommen. Wie geht es weiter?

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
„Die Konnektoren, die jetzt ausgerollt sind bzw. werden, können zurzeit nur das sogenannte genannte VSDM, das Versichertenstammdatenmanagement. In Zukunft werden aber auch medizinische Anwendungen kommen. Dazu bedarf es eines Updates des Konnektors. Der Konnektor muss in der Lage sein, die qualifizierte elektronische Signatur zu übertragen. Dazu gibt es ein Software-Update und wir nennen das Gerät dann E-Health-Konnektor.“

Aktuell gibt es aber Streit um die Finanzierung…

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
„Die Krankenkassen gehen davon aus, dass sich der Konnektoren-Markt verändert hat, sodass die Preise insgesamt gesunken sind. Wir sehen das nicht so. Es gibt einen einzelnen Konnektor- Hersteller, der auf seiner Homepage in der Tat einen günstigeren Preis hat. Allerdings kann man diesen Konnektor nicht als Bundle, als Gesamtangebot mit allen Komponenten, kaufen. Deshalb sind wir da in Diskussion mit den Krankenkassen, und so wie es jetzt aussieht, werden wir das strittig stellen und ins Schiedsamt gehen.“

Wann ist mit einer Entscheidung zu rechnen?

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
„Wir haben in diesem Monat einen Termin vor dem Schiedsamt. Möglicherweise macht es aber Sinn, vorher Verhandlungen zu führen, um außerhalb des Schiedsamts eine Einigung zu finden. Die Positionen sind allerdings weit auseinander, gerade weil die Krankenkassen gefordert haben, eine Veränderung des Konnektor-Preises rückwirkend zum 1. 7. dieses Jahres zu vereinbaren. Das ist für uns nicht verhandelbar, weil alle Ärzte, die bestellt haben und die noch in diesem Jahr ausgeliefert bekommen, ihre Konnektoren auch zu den bisher gültigen Preisen finanziert werden müssen. Insofern müssen wir die Ergebnisse abwarten.“

Was ist mit den Kartenterminals?

Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV:
„Auch die Preise für die Lesegeräte sind umstritten. Wir gingen bei der damaligen Verhandlung davon aus, dass die Preise sinken würden. Sie sind aber auf dem hohen Niveau geblieben, sodass wir in unserem Antrag an das Schiedsamt auch eine höhere Festsetzung des Preises für die Lesegeräte gefordert haben. Das wird insgesamt als ein Paket verhandelt werden müssen vor dem Schiedsamt.“

Nachdem nun ein Großteil der Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen ist, wird die die Finanzierung der TI-Ausstattung der Praxen nun neu verhandelt. Konkret geht es um den Konnektor, die stationären Kartenterminals und den Zeitpunkt der Änderung. Die Positionen von Krankenkassen und KBV liegen dabei recht weit auseinander, sodass das Schiedsamt im August entscheiden muss. KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel erläutert die Details.

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