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Bürokratieindex 2019: Belastung in Arzt- und Psychotherapeutenpraxen sinkt

Was ist der BIX?

Der Bürokratie Index ist für uns entwickelt worden um den zusätzlichen die zusätzliche Belastung in der Arztpraxis zu messen die durch statistische Anforderungen des Gesetzgebers und der gemeinsamen Selbstverwaltung auf die Praxen zukommt. Es gibt eine Theorie der Entbürokratisierung die spricht von Informationspflichten und Informationspflichten sind solche Aufgaben die der Gesetzgeber oder die gemeinsame Selbstverwaltung dem Arzt auferlegt. Für Statistiken zum Beispiel sind solche Statistiken die der Arzt aus dem Berufsrecht heraus nicht braucht denn er ist nach dem Berufsrecht ja verpflichtet auch durchaus die Ergebnisse der Diagnose und der Behandlung zu dokumentieren. Für die weitere Vorsorge des Patienten ist damit nicht gemeint sondern es sind zusätzliche Auflagen vor allem statistischer und dokumentiere Art für die Krankenkassen. Wir haben durch die Bundesregierung vor kurzem dass Bürokratie Entlastung US-Gesetz III bekommen. Das führt dazu dass eine elektronische Arbeitsunfähigkeit. Ab dem übernächsten Jahr eingeführt werden soll. Das ist leider eine Doppelarbeit weil zusätzlich zu der bisherigen Papierform eine elektronische übermittlung vorgesehen wird. Das ist nicht das was wir uns als Bürokratieabbau vorstellen.

Wie hat sich der Bürokratieabbau entwickelt?

Positiv. Wir sind ja bei 100 Prozent gestartet und liegen jetzt im aktuellen Wert bei knapp 95 Prozent das heißt eine rund 40 prozentige Bürokratie Reduktion in diesem Zeitraum. Das hört sich gut an. Allerdings Gemessen an dem was wir erreichen wollen ist das natürlich noch viel zu wenig. Denn in Arztpraxen ist weiterhin die Bürokratie Belastung. Auch Bezogen nur auf die Informationspflichten sehr hoch. Wir müssen zukünftig darauf achten dass alle neuen Maßnahmen die vorher auf ihre Bürokratie Belastung getestet werden das sogenannte Vermessungen nicht erst nachher versuchen etwas zu heilen oder im Vorfeld schon vorzubeugen Selbstverständlich. Das Zweite ist dass wir jetzt im Rahmen der Digitalisierung natürlich eine ganz große Welle von Veränderungen in den Geschäftsprozessen in der Versorgung erleben werden. Wir hoffen dass wir die Digitalisierung nutzen können um auch die Bürokratie Belastung bei den Praxen deutlich einzuschränken. Allerdings das eigentlich auch ganz deutlich. Manches was jetzt in den Gesetzen steht ist kontraproduktiv. Führt eher zum Gegenteil. Digitalisierung ist nicht per se ein Vorteil sondern man muss sich die Bedingungen ansehen. Die Digitalisierung führt auch dazu dass hohe Sicherheitsstandards selbstverständlich eingehalten werden müssen. Das bedeutet beispielsweise dass elektronische Rezepte oder andere Dokumente Verordnungen elektronisch eindeutig vom Arzt signiert werden müssen. Heute passiert das mit Unterschrift mit Bleistift und Papier. Das wird akzeptiert zukünftig muss man etwas ähnliches nachbilden. Das ist die elektronische Signatur und die ist leider aus technologischen Gründen sehr. Schwierig und umständlich. In der Praxis. Unsere Forderung ist deshalb dass ein praktikables elektronische Signatur Verfahren für die Praxis entwickelt werden muss. Denn es kann nicht sein dass bei einem Hausarztpraxis unter Umständen am Quartals Anfang Wochenanfang Hunderte von Rezepten auszustellen hat jeweils die Signatur Karte gesteckt werden muss der PIN eingegeben werden muss und gewartet werden muss bis der Server akzeptiert hat dass das von einem berechtigten Arzt ausgestellt worden ist. Insofern arbeiten wir mit der Gematik und dem Gesetzgeber daran einfache Lösungen für die Praxis zu finden. Ganz einfach weniger Zeit für den Arzt am und mit dem Patienten. Außerdem ist es so dass viele junge ärzte die sich fragen lasse ich mich nieder Sorge haben dass sie nicht viel medizinisch arbeiten können sondern dass sie durch die Bürokratie aufgefressen werden und vieles ihrer Arbeitszeit in der Praxis für Dokumentation für Statistiken draufgehen. Es zeigt sich aus unserer Sicht auch bei den Befragungen der jungen ärzte immer wieder dass das als Hemmnis gesehen wird sich niederzulassen. Wir werden unseren Pics weitermachen und werden in den Pieks auch gleichzeitig feststellen wo die größten Bürokratie Treiber sind. Wir stellen immer die 20 größten Bürokratie Hemmnisse vor und versuchen gezielt mit Krankenkassen und Gesetzgeber daran zu arbeiten die abzuschaffen. Und ganz wichtig ist für die Zukunft auch ex ante zu messen. Es darf aus unserer Sicht keine neue Richtlinie geben kein neues Gesetz geben was nicht auf seine Bürokratie Belastung hin getestet worden ist.

Die Bürokratiebelastung für Vertragsärzte und -psychotherapeuten sinkt. Das ist das Ergebnis des Bürokratieindex 2019. Wie dieses Ergebnis einzuordnen ist, welchen Anteil die Digitalisierung daran hat und was Bürokratie für die ambulante Versorgung eigentlich bedeutet, erläutert Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV.

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