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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung in der Presse

Gassen sieht bei TSVG „jede Menge Ärger“

Im Interview mit dem Handelsblatt kritisiert Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), das Terminservice- und Versorgunggesetz (TSVG) und spricht sich für offene Sprechstunden anstelle verpflichtender Vorgaben aus.

Gassen sprach zunächst davon, wie die Ärzteschaft das geplante Gesetz bewertet: „Die Ärzte sind verbittert, dass in die über Jahrzehnte bewährte Organisationsstruktur ihrer selbstständig geführten Praxen eingegriffen wird. Zudem wird suggeriert, dass niedergelassene Ärzte nicht genug arbeiten. Dabei arbeiten sie im Schnitt über 50 Wochenstunden – viel mehr als die 25 Sprechstunden pro Woche, die Spahn als Mindestgrenze festschreiben will. Das wird von der Ärzteschaft als ehrabschneidend empfunden.“

Dennoch betonte der Vorsitzende der KBV gegenüber dem Handelsblatt, an dem Gesetz sei nicht alles schlecht. Unter anderem begrüßte Gassen ausdrücklich, dass es für mehr Leistung auch mehr Geld geben soll. Kritisch betrachtet er hingegen die ebenfalls im Gesetz vorgesehenen „Zwangslösungen“. Gassen favorisiert freiwillige Lösungen. Diese ließen sich etwa erreichen, „indem bisher zwingend vorgeschriebene Regelungen wie offene Sprechstunden als freiwilliges Angebot eingeführt werden. Wenn Ärzte das anbieten wollen, werden sie besser vergütet. Wenn nicht, dann nicht. Das Gesetz bekäme dann einen ganz anderen Zungenschlag.“

Artikel im Handelsblatt