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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung in der Presse

KBV-Versichertenbefragung: Wartezeiten von privat und gesetzlich Versicherten gleichen sich an

Im Rahmen der Versichertenbefragung wurden dieses Jahr 6.100 Krankenversicherte zu den Themen Terminvergabe, ambulante medizinische Versorgung und Wartezeiten befragt. Das Handelsblatt berichtet über die Ergebnisse, welche die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) kürzlich vorgestellt hat.

29 Prozent der gesetzlich Versicherten warteten bei ihrem letzten Arztbesuch laut Handelsblatt überhaupt nicht. Bei den privat Versicherten hingegen waren es 30 Prozent. Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV, stellt fest: „Wenn man sich die Ergebnisse der letzten Jahre anschaut, stellt man fest: Die Unterschiede bei den Wartezeiten auf einen Termin waren bei gesetzlich und privat Versicherten nie so gravierend, wie gerne kolportiert wird.“ Die Wartezeit auf Termine beim Facharzt ist sowohl bei privat als auch bei gesetzlich Versicherten durchschnittlich länger, berichtet das Handelsblatt.

„Auf eine routinemäßige Vorsorgeuntersuchung muss ich als Patient im Zweifel länger warten als wenn ich eine Grippe habe“, äußerte sich Gassen zur Dringlichkeit von Terminen. Gesundheitsminister Jens Spahn will mit dem kürzlich in Kraft getretenen Terminservice- und Versorgungsgesetz die Wartezeiten für gesetzlich Versicherte verkürzen. Diese „warten oft zu lange auf Arzttermine“, so der Minister. Das Gesetz sieht unter anderem verpflichtende Untergrenzen von 25 Sprechstunden pro Woche und mindestens fünf offene Sprechstunden für Haus- beziehungsweise Fachärzte vor.

Von dem Gesetz erwarte er „keine rasante Verschiebung“ bei der Terminvergabe, zitiert das Handelsblatt KBV-Chef Gassen. Grund für Wartezeiten sei laut KBV ein anderer: Obwohl die Zahl der Ärzte zunimmt, bevorzugen junge Mediziner Teilzeit- und Angestelltenverhältnisse, was mit weniger verfügbarer Arbeitszeit einhergeht. Diese Lage werde sich noch verschärfen, warnt Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender KBV-Vorstandsvorsitzender im Handelsblatt, da „die große Ruhestandswelle bei jetzigen Praxisinhabern“ erst noch bevorstünde.

Artikel im Handelsblatt