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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung in der Presse

Gassen betont Bedeutung des ambulanten Sektors während der Krise

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, wehrt sich im Interview mit dem Ärztenachrichtendienst (änd) gegen Vorwürfe der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin und der Deutschen Krankenhausgesellschaft, die Vertragsärzte hätten sich angesichts der Corona-Belastung weggeduckt.

Diese Aussage sei schlicht falsch, sagte Gassen dem änd. Die Vertragsarztpraxen hätten allein im ersten Quartal 800.000 Behandlungs- oder Beratungsanlässe im Zusammenhang mit COVID-19 gehabt. Zudem wurden Tests größtenteils von Praxen und niedergelassenen Laboren erbracht. Ferner zeigten die gegenüber 2019 deutlich gestiegenen Zahlen zu Arzneimittelverordnungen, dass die Vertragsärzte nicht weg waren, so Gassen. 

Er erinnerte auch daran, dass vor allem Klinikbetreiber wie Asklepios und Universitätskrankenhäuser wie die Berliner Charité einen teils drastischen Rückgang an Patienten zu verzeichnen hatten. Grundsätzlich hätten Patienten nämlich versucht, weder in die Praxis noch in die Klinik zu gehen – mit zum Teil problematischen Folgen, erklärte der KBV-Chef. 

Gassen sprach sich dafür aus, Medikamente sowie Schutzausrüstungen wieder in Europa zu produzieren. „Wir waren einmal die Apotheke der Welt – jetzt sind wir von Lieferketten aus Fernost abhängig. Das ist schon eine dramatische Entwicklung.“ Der Vorsitzende der KBV warnte: „Wenn wir uns nun anschauen, wie selbst ein Land wie die USA reagiert, wenn es um Impfstoffe geht, wird klar, dass das Motto ,Rette sich, wer kann´ gilt, wenn es hart auf hart kommt. Da müssen wir uns als Deutsche und als Europäer Gedanken machen. Sonst stehen wir mit kurzen Hemd im Regen da.“

In dem Interview ging es außerdem um die Digitalisierung im Gesundheitswesen und den gemeinsam verfassten offenen Brief von KBV und KVen an Gesundheitsminister Jens Spahn. 

Das ganze Interview auf aend.de