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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung in der Presse

Gassen: Unterstützung der Niedergelassenen für Corona-Strategie unverzichtbar

Zur Vermeidung hoher Corona-Infektionszahlen forderte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) eine klare politische Strategie für die Herbst- und Wintermonate. Wichtig sei vor allem der Dialog mit den Niedergelassenen und den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) – ohne diese gehe es nicht.

Im Rahmen der KBV-Vertreterversammlung betonte Gassen vor allem die Notwendigkeit regionaler Maßnahmenpläne. Dabei verwies er auf den vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung entwickelten Corona-Frühindikator und die von den KVen und der KBV ausgearbeitete Herbststrategie. Gleichzeitig müsse aller Krisenvorkehrungen zum Trotz die Regelversorgung sichergestellt werden. Umso ärgerlicher sei der vorzeitige Abbruch der diesjährigen Honorarverhandlungen – die Forderungen der Krankenkassen seien angesichts der Kostensteigerungen und des Mehraufwandes in den Praxen ein Affront.

Zur Vorsicht mit politischen Pandemiemaßnahmen mahnte derweil Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV. Eingriffe in die Grundrechte müssten stets wohlbegründet, kritisch hinterfragt und evaluiert werden. Kritik übte er auch am jüngsten Vorstoß der Grünen, die Arbeitsverteilung im Gesundheitswesen neu zu ordnen. Kooperation und Vernetzung seien zwar zu begrüßen. Hier würde aber der Weg in die Substitution eingeschlagen – angesichts der Resilienz des deutschen Gesundheitssystems in der Pandemie ein klarer Fehler, so Hofmeister.

Bezüglich der Digitalisierungsstrategie forderte KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel die Politik auf, die Belange der Vertragsärzte und –Psychotherapeuten ernst zu nehmen. Digitalisierung dürfe nicht zum Selbstzweck verkommen, sondern müsse sich am Nutzen für Anwender und Patienten messen lassen – ohne dabei unnötige Kosten und Bürokratie zu verursachen.

Der Artikel im Deutschen Ärzteblatt