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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung in der Presse

Gassen: "Wir brauchen einen Plan für die Freiheit"

Eine schrittweise Lockerung der Corona-Maßnahmen forderte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, im Interview mit der Rheinischen Post. Angesichts der milderen Omikron-Variante müsse die Politik nun einen entsprechenden Plan formulieren.

„Die letzte Ministerpräsidenten-Konferenz hat hierzu eine Öffnungsklausel formuliert“, so Gassen. Diesen Weg gelte es jetzt konsequent umzusetzen. Konkret hieße das, etwa Treffen und Veranstaltungen an der freien Luft von Beschränkungen auszunehmen. Auch 2G im Einzelhandel brauche man bald nicht mehr – die meisten Infektionen gäbe es ohnehin im Privaten und am Arbeitsplatz.

Die jüngste Verkürzung der Quarantäne-Fristen hält der KBV-Chef für richtig, betont aber: „Angesichts der milden Verläufe und der Personalausfälle ist eine Verkürzung oder gar Abschaffung der Quarantäne für Kontaktpersonen denkbar. Auch bei Schülern muss man sich Gedanken machen. Bei konsequenter Testung kann man bei Geimpften womöglich ganz auf Quarantäne verzichten.“

Derweil seien bei der Impfpflicht ebenfalls noch dringende Fragen zu klären: „Wer lädt wen ein? Wer kontrolliert? Wie oft wird womit wo geimpft? Wie lange gilt diese Regelung? Wie lange ist die Impfung gültig?“, so Gassen. Ob insbesondere die einrichtungsbezogene Impfpflicht etwas an der Impfbereitschaft ändere, sei allerdings fraglich. Der Personalmangel werde dadurch mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar noch verschärft.

Das Interview in der Rheinischen Post vom 04.02.2022