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Presse

Gassen in der FAZ: Kassenärzte kritisieren Spahns Sprechstundenpläne

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet über die Kritik der Ärzteschaft an vorgesehenen Gesetzesvorgaben. So sollen Praxisärzte künftig 25 statt 20 Sprechstunden in der Woche anbieten müssen, um an Versicherte schneller Termine vergeben zu können. KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen fordert Änderungen der Pläne.

„Ich habe große Zweifel, dass das Gesetz, wenn es so kommt, die gewünschte Wirkung entfaltet“, äußert sich Gassen kritisch. Es sei zwar ein richtiger Ansatz im Gesetzentwurf enthalten, denn es sei mehr Geld für mehr Leistung vorgesehen. Doch der KBV-Chef macht ebenfalls deutlich, dass Ärzte „schon jetzt weit mehr als 20 Stunden in der Woche“ Sprechzeiten anbieten würden und die vorgesehene Vergütung die erforderlichen Änderungen in der Praxisstruktur nicht decke. Auch könne man durch die gesetzliche Vorgabe nicht mehr Arztzeit schaffen, die für mehr Sprechstunden notwendig wäre – hierfür fehle es „schlicht und ergreifend“ an Ärzten, erläutert Gassen.

Eine offene Sprechstunde gäbe es zudem bereits, führt Gassen weiter aus, und es bekomme „nahezu jeder“ den Termin, den er brauche. Im Vergleich mit anderen Ländern verfüge Deutschland über eine hervorragende Versorgung, betont der Vorstandsvorsitzende gegenüber der FAZ.

Um die gewünschten Änderungen einzubringen, setzt Gassen Hoffnung in den Dialog mit Gesundheitsminister Spahn auf einer Veranstaltung am 18. Januar. Dabei soll es auch um die ambulante Notfallversorgung gehen – diese müsse laut KBV-Chef „in Händen der niedergelassenen Ärzte bleiben“ und dürfe nicht in Hände der Länder gegeben werden. 

Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung