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Presse

Minister will über Kostenübernahme selbst entscheiden

Die Thüringer Allgemeine berichtet über die Pläne von Gesundheitsminister Spahn, Fettabsaugungen in Zukunft erstatten zu lassen. Spahn ernte von vielen Seiten Kritik für seinen Vorstoß, so auch vom Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Dr. Andreas Gassen:

„Es wäre ein schlechtes Signal, wenn Leistungen mit nicht eindeutig nachgewiesenem Nutzen per Rechtsverordnung eingeführt würden“ zitiert die Zeitung Gassen. Zuvor berichtete die Zeitung über Spahns Vorstoß per Gesetz festzuschreiben, dass das Gesundheitsministerium die Kassen zur Kostenübernahme von verschieden Behandlungen verpflichten könne. Konkret äußerte Spahn am Freitag, zuerst in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, den Vorschlag Fettabsaugungen von den Kassen erstatteten zu lassen. Er wolle damit drei Millionen Frauen, die unter der krankhaften Fettverteilungsstörung litten, schnell und unbürokratisch helfen, so Spahn laut dem Bericht.

Der Bericht führt weiter aus, dass der Gemeinsame Bundesausschuss  der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) sich seit Langem mit dem Thema befasse, aber noch keine abschließende Entscheidung getroffen habe. Als Grund wird der nicht ausreichend belegte Nutzen der Fettabsaugung genannt.

In dem Artikel äußert nicht nur der Vorstandsvorsitzende der KBV Kritik an Spahns Plänen. Sowohl Unions –als auch SPD-Politiker kritisieren den Vorstoß des Ministers. Der SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach wird mit den Worten zitiert: „Wenn künftig die Politik nach Gusto bestimmen würde, was bezahlt wird und was nicht, würde das Vertrauen in den medizinischen Nutzen der Leistungen der GKV ausgehöhlt.“