Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Presse

Spahn stellt sich Fragen der Vertragsärzte

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet über die Dialogveranstaltung mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Vertretern der Ärzteschaft zum geplanten Terminservice -und Versorgungsgesetz (TSVG). Spahn machte deutlich, dass der Koalitionsvertrag umgesetzt werde, zeigte sich aber in Detailfragen gesprächsbereit.

Spahn betonte bei der Veranstaltung, dass es mit ihm keine komplette Entbudgetierung geben werde. „Auch wenn Sie hier im Raum und alle anderen, die Sie kennen, natürlich eine solche Regelung niemals missbrauchen würden, es wird andere geben“ zitiert ihn das Deutsche Ärzteblatt. Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV, hatte gesagt, das Treffen sei eine Möglichkeit, „Knackpunkte, die uns Ärzte und Psychotherapeuten verärgern“ dem Minister gegenüber zu äußern.

Das Blatt berichtet, dass Spahn den Koalitionsvertrag einhalten wolle –zu dem auch die Sprechstundenerweiterung auf 25 Stunden gehöre. Er verstehe die Aufregung von Seiten der Ärzte nicht, da viele schon jetzt mehr als die geforderten 25 Stunden für gesetzlich versicherte Patienten da seien. Er betonte darüber hinaus, dass es für mehr ärztliche Leistung auch mehr Geld geben soll. „An dieser Stelle habe ich den Koalitionsvertrag sogar noch ergänzt. Und lesen Sie die Stellungnahmen zum Gesetzesentwurf von den Krankenkassen. Die sind nicht begeistert“, so Spahn im Deutschen Ärzteblatt.

Offen zeigte sich Spahn, dem Blatt zufolge, für einen Vorschlag aus Schleswig-Holstein. Der dortige stellvertretende KV-Vorsitzende äußerte den Vorschlag, künftig stärker mit Qualitätszirkeln sowie der Eigenständigkeit der Ärzte zu arbeiten um damit weniger in den Praxisalltag hinein zu regieren. „Wir können darüber reden, ob wir mehr Vertrauen in die Regionen geben, aber ohne, dass die Kosten steigen. Das Ziel muss sein, dass Patienten einen Termin bekommen. Dafür bin ich für vieles zu haben“ erklärte Spahn.


Artikel im Deutschen Ärzteblatt.