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Presse

KBV und KVen: Ausschließliche Fernbehandlung gehört zum Sicherstellungsauftrag

Einem Bericht des Deutschen Ärzteblattes zufolge, sehen Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und 16 KVen den Bereich der ausschließlichen Fernbehandlung als elementaren Teil des Sicherstellungsauftrages der KVen an. Die vom Deutschen Ärztetag beschlossene Lockerung des ausschließlichen Fernbehandlungsverbotes lässt derzeit einen neuen Markt für Fernbehandlungen entstehen.

In einem gemeinsamen Positionspapier sprechen sich KBV und 16 KVen, dem Blatt zufolge, für „klare Einschränkungen und Begrenzungen“ von Unternehmen und Start-ups bei ausschließlichen Fernbehandlungen aus. Diese böten den Patienten zwar neue Versorgungsdienstleistungen an, witterten damit aber „lukrative Geschäftsmodelle“, hieß es von KBV und KVen. Kritisch sehen sie auch das Argument der Unternehmen, mit ihren Angeboten bestehende Lücken in der ambulanten Versorgung zu schließen. „Dabei geht es aus unserer Sicht um einen elementaren Eingriff in das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Arzt und Patient.“

Wie dem Bericht weiter zu entnehmen ist, hätten die Körperschaften zudem angekündigt, der freien Wirtschaft und den Krankenkassen nicht den Markt zu überlassen. In dem Positionspapier heißt es dazu, die KVen würden „funktionierende digitale Angebote“ machen, die an den Bedürfnissen der Patienten ausgerichtet seien. Einzelne KVen seien bereits in den Markt eingestiegen. Es müsse aber klar sein, dass Angebote zur Fernbehandlung nicht an der jeweiligen Landesgrenze haltmachen könnten, wie einzelne Projekte bereits zeigten.

Ziel, der auf dem 121. Deutschen Ärztetag beschlossenen Lockerung des ausschließlichen Fernbehandlungsverbotes, sei im Kern, die Telemedizin in Deutschland zu fördern. Mit der Änderung der Berufsordnung reagierten die Ärzte damit auch auf den dramatischen Wandel durch die Digitalisierung, die auch vor dem deutschen Gesundheitswesen nicht halt mache.

Artikel im Deutschen Ärzteblatt.