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Presse

Ärzte wünschen sich weniger Einmischung von der EU

In einem Positionspapier fordern die Bundesärztekammer (BÄK) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) im Vorfeld der Europawahlen von der Europäischen Union (EU), sich nicht zu sehr in die nationalen Gesundheitssysteme einzumischen. Dies berichtet das Deutsche Ärzteblatt.

Um das Vertrauen der Bürger in die EU zurückzugewinnen, sei es wichtig, dass diese mit ihrem „marktwirtschaftlich motivierten Liberalisierungskurs“ nicht in die „gesundheitspolitischen Kompetenzen der Mitgliedsstaaten“ eingreife, so Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK). Die jeweiligen Sozial- und Gesundheitswesen der Länder „würden von den Bürgern sehr geschätzt“, ergänzte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Diese Individualität der Versorgung müsse bewahrt werden.

Die EU habe aber auch einiges erreicht, loben BÄK und KBV, etwa berufliche Freizügigkeit, bessere und sichere Arzneimittel sowie grenzüberschreitende Versorgung. Digitalisierung müsse einen praktischen Nutzen haben und sowohl Datensicherheit als auch Interoperabilität gewährleisten. Auch heißen die Organisationen den „Kampf gegen Antibiotikaresistenzen und für höhere Impfraten“ gut. Eine europäische Aus- und Weiterbildungsordnung für Ärzte lehnen sowohl KBV als auch BÄK ab, berichtet das Deutsche Ärzteblatt.

Artikel im Deutschen Ärzteblatt