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3.466 neue Vertragsarztsitze in Deutschland

Der Gemeinsame Bundesausschusses (G-BA), das oberste Entscheidungsgremium der Selbstverwaltung, hat am Donnerstag eine neue Bedarfsplanung beschlossen. Darin sind 3.466 neue Vertragsarztsitze vorgesehen, berichtet das Deutsche Ärzteblatt.

Die neue Planung soll eine „den einzelnen Regionen angepasste ärztliche Versorgung ermöglichen“, erklärt Josef Hecken, der unparteiische Vorsitzende des G-BA. Die Zahl der Vertragsarztsitze, die unbesetzt sind, steigt mit der Regelung deutschlandweit auf 6.906. „Mit dieser Richtlinie backen wir keinen einzelnen neuen Doktor“, betonte Hecken laut Deutschem Ärzteblatt.

Berücksichtigt werden in der neuen Richtlinie unter anderem die Barrierefreiheit von Praxen und eine regelmäßige Anpassung des Morbiditätsfaktors, schreibt das Deutsche Ärzteblatt. Neu sind auch der Verteilmechanismus und die Berechnungsstruktur, die neben den Verhältniszahlen pro Kopf weitere Faktoren wie Altersgruppe, Geschlecht und Krankheitslast pro Region mit einbezieht. Zudem wurden für internistische Fachärzte Mindestquoten und für Fachgruppen wie Kardiologen und Gastroenterologen Obergrenzen eingeführt, welche die Besetzung frei werdender Arztsitze und die Neuvergabe beeinflussen.

Die genauen Zahlen der Sitze in den Bundesländern müssten nun in Abstimmung mit den Kassenärztlichen Vereinigungen ermittelt werden, erklärte Hecken. „Die errechneten regionalen Verhältniszahlen spiegeln dann wider, ob in einem Planungsbereich mehr oder weniger Ärzte benötigt werden als im Bundesdurchschnitt“, heißt es vom G-BA. Dass allerdings „mit mehr Planung die Köpfe nicht steigen“, betonte Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV.

Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet, gab es von Seiten der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) Kritik an der neuen Regelung. Die BPtK sieht einen Mehrbedarf von 2.400 ausgewiesenen Sitzen für Psychotherapeuten, vorgesehen sind 776 neue Sitze. Die Krankenkassen indes lobten die neue Bedarfsplanungsrichtlinie, die ermögliche, die Arztzahlen dem Bedarf anzupassen.

Artikel im Deutschen Ärzteblatt