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Presse

KBV-Chef Gassen: „Nicht jeder wird bis Juni ein Impfangebot erhalten können“

In einem Interview mit der Rheinischen Post (RP) sprach der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Dr. Andreas Gassen über den Fortschritt beim Impfen und warum die Priorisierungen aufgehoben werden sollten.

Der KBV-Chef äußerte sich gegenüber der RP über den erfolgreichen Impfstart in den Praxen: „Das Impfen in den Praxen hat von Beginn an gut funktioniert, es wurde aus dem Stand erfolgreich losgelegt. Wir gehen davon aus, dass es bei den Fachärzten genauso laufen wird, später dann auch bei den Betriebsärzten.“ Schwierig hingegen sei bei den Ärztinnen und Ärzten die Diskussion um „Nebenwirkungen und die wechselnden Anwendungsempfehlungen erst mit Astrazeneca, jetzt möglicherweise auch mit Johnson & Johnson“.

Der Vorstandvorsitzende hebt hervor, dass die Impfpriorisierung zu Beginn des Impfens notwendig und wichtig gewesen sei, inzwischen sei aber die Herdenimmunität das vorrangige Ziel: „Um einen Effekt wie in Israel, in den USA oder dem Vereinigten Königreich zu erreichen, muss mehrheitlich die arbeitende Bevölkerung mit ihren Angehörigen geimpft werden. Dafür muss die Priorisierung fallen“, sagt Gassen der RP. Organisatorisch sei es dennoch nicht möglich, jeden ein Impfangebot bis Juni zu bereiten.

Das Interview in der Rheinischen Post vom 26.04.2021