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Presse

Versichertenbefragung zu Corona: Großes Vertrauen in die Niedergelassenen

„Das Vertrauen der Patientinnen und Patienten ist groß. Sie wollen in den Arztpraxen geimpft werden“, zitiert das Deutsche Ärzteblatt Dr. Andreas Gassen, den Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zu den ersten Ergebnissen der Versichertenbefragung 2021. In diesem Jahr fragte die Forschungsgruppe Wahlen die Teilnehmenden in einem ersten Teil nach ihren Erfahrungen in der Corona-Krise.

Drei Viertel der 2.000 befragten Personen hätten sich eine frühere Einbeziehung der Niedergelassenen in die deutsche Impfkampagne gewünscht. „Wir sehen das als klares Signal an die politisch Verantwortlichen. Die Versicherten haben großes Vertrauen in die Praxen und ihre Teams“, sagt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Stephan Hofmeister. Es ginge jetzt darum, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Menschen zu impfen – nur so ließe sich das Ziel der Herdenimmunität erreichen.

Ferner zeigt die Befragung, dass Haus- und Fachärzte in Sachen Corona-Virus die ersten Ansprechpartner für Patientinnen und Patienten sind – insbesondere für diejenigen mit Verdacht auf eine Infektion: 68 Prozent der Versicherten mit Corona-Verdacht wandten sich zuerst an eine Praxis, nur 13 Prozent an ein Testzentrum. Der Rest kontaktierte Hotlines, Gesundheitsämter oder Krankenhäuser.

Die Ergebnisse machen außerdem darauf aufmerksam, dass viele Patientinnen und Patienten den Praxen aus Angst vor dem Virus ferngeblieben sind. Dazu stellt KBV-Chef Gassen klar: „Es gibt keinen Grund zur Sorge: Die Praxen sind auch in der Pandemie sicher. Wir appellieren daher eindringlich an Patientinnen und Patienten: Sagen Sie Termine nur im Einvernehmen mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt ab!“

Der Artikel im Deutschen Ärzteblatt vom 30.04.2021